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Wärme und Kälte, so bey Mischungen entsteht.
bey einem noch viel geringem Grad der Kälte wollen bemerkt haben. Ein Bramdersches Weingeistthermometer stund toGrad unter Fahrmheits o, oder 18 Gradunter dein Frierpunct des Reaumurschen Quecksilberthermometers. Das Queck-silber war in einem Glase mit Schnee umhüllet, in welchen Salmiak gemischtworden, und das Glas stund in eben solchem Schnee. Weiter sind mir die Um-stände nicht bekannt, und so kann ich auch nicht sagen, ob etwa die Oberfläche deSQuecksilbers feuchte geworden und mit einer dünnen durchsichtigen Eiskruste über-zogen gewesen. Es wurde um I Uhr nach Mitternacht beobachtet, und des fol-genden Morgens war die Flüßigkeit da. rc.
Drittes Hauptstück.
Die Schnellkraft der Warme.
§. 49r.
(Lullen, ein Edinburgischer Arzt, hat unter der Luftpumpe einige Versuche an-gestellt, die eigentlich hieher gehören. Wenn nemlich unter die Glocke ei-ner Luftpumpe ein Thermometer gestellt wird, und man pumpet die Luft schnellaus, so fällt das Thermometer etwa r bis z F-hrenheirsche Grade. Es steigtaber gleich darauf wieder eben so hoch, auch wohl noch etwas höher als es Anfangsstund. Wenn mit dem ersten Kolbenzug ern großer Theil der Luft schnell her-«usgezogen wird, die Glocke aber doch nicht allzu klein ist, so wird der Erfolgsicherer und merklicher. Im Jahr 1761 zeigte mir, der seitdem verstorbeneHr. Prof. Arnold zu Erlangen, den Versuch vor. Ich fand, daß Vas Fallendes Thermometers nur z Secunden Zeit gebrauchte, das Wiedersteigen aber dop-pelt langsamer erfolgte. Wenn wiederum Luft hineingelassen wird, so steigt daSThermometer ungefähr eben so viel über seine erste Höhe, als es bey dem Aus-pumpen unter dieselbe gefallen war. Aber auch dieses Steigen dauert nicht lange,weil das Thermometer gleich wiederum fällt. Daß bey dem Auspumpen der Luftwirklich eine Kälte entstehe, folgt unter anderm auch daraus, daß mit behörigerVorrichtung unter der Glocke das Wasser zum Frieren gebracht werden kann.
§. 49 i.
Diese Versuche hatten nickrs, das mich sehr bätte befremden sollen. Ichgab dem Hru. Arnold sogleich den Grund an, auf den ich durch andere Betrach-tungen war geleitet worden, der ihn aber mehr bcueiiidere, r eil er, so viel ichnachgehends auS einer von ihm m Druck gegebenen Schrift gesehen, sich schon ei-nen ganz andern Lehrbegriss von der Sache gemacht Hane. Mein G, und war,daß mit der Luft auch die darmn befindlichen Feuertheilchen ausgepumr werden.