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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
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267
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Die Schnellkraft der Warme. 267

und folglich die Dichtigkeit der Feuertheilchen in gleichem Maaße, wie die von derLuft abnimmt. Wenn also z. L. mit dem ersten Kolbenzuge die Lust unter der Glockeum die Hälfte verdünnet wird, so wird auch die Dichtigkeit der Feuertheilchen undmit derselben die Wärme um die Hälfte vermindert. Also würde die Wärme vom

1 losten Grade des Luftchermomekers auf den zzoten Grad herunter gebracht.Eine solche Kälte kann aber unter der Glocke nicht wirklich statt finden. Dennaußerdem . Laß die Verdünnung der Luft nicht augenblicklich geschieht, so sind indem Glase der Glocke und dem Teller der Luftpumpe noch Feuertheilchen, die mitMacht in die verdünnte und so stark erkältende Luft eindringen, bis der Abgang er-setzt wird Das Thermometer selbst trägt eben dadurch. Laß es erkältet, seinenTbeil mit bey. Das Verdünnen der Luft, nach Oeffnung des Hahns, brauchte

2 Secunden Zeit. Und so lange fiel das Thermometer, dann brauchte es 6 bis« Secunden Zeit, ehe aus dem Glase und dem Teller genug Feuertheilchen in dieverdünnt- Luft gedrungen waren, um den Abgang wieder zu ersehen. Wir habenoben gesehen, daß die Wärme aus festen und dichten Körpern langsam in die Lustgebt Es brauchte also aus diesem Grunde mehr Zeit. Der Umstand, daß dasThermometer in der ersten Secunde einen Fadreicheitschen Grad gefallen, zeigt an,daß die anfängliche Kälte, so durch die Verdünnung der Luft und der Feuertheil-chen entstanden, 200 und mehr Grade müsse betragen haben, weil es sonst nichtso sämell harre fallen können. Die Luft unter der Glocke muß so viel Grade käl-ter geworden senn, so viel Secunden Zeit die Erkälrungs-Subrangente des Ther-mometers ausrrägt. Denn wenn wir in der Forme! (§. 258-)

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für 6 die erste Secunde, und für - ä y einen Grad sehen, so muß der anfäng-liche Unterschied der Wärme 7 so viele Grade enthalten, als die Subtangenre /Secunden Zeit enthält.

§. 494 «

Ich sagte vorhin, daß ich durch andere Betrachtungen ans den hier ange-gebenen Grund war geleitet worden. Denn wenn man setzt, die Dichtigkeit derFeuertheilchen in einem Körper, sey in Verhält,üß ihrer Menge durch den RaumdeS Körpers dividirt, so kann wegen der geringe» Ausdehnung der Körper durchdie Wärme ihr Raum als beständig angesehen werden, und in sofern sehr man,daß in einerlei) Körper, die Wärme wie die Menge der Feuertheilchen zimehme.Nun sähe ich ohne Mühe, daß, da die Lust sich durch die Wärme sehr stark ans-' dehnt die Erweiterung ihres Raumes nicht aus der Acht gelassen werden könne.Und da die Lust durch äußere Gewalt so leicht größer uud kleiner gemacht werdenkann so gab dieses ganz ungezwungen eine» Anlaß nachzrcähen, was alsdann ausden Feuertheilchen wird. Anders war nun wohl nicht zu schließen, als daß sie in

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