Warme und Kalte, so bey Mischungen entsteht. 26z
die Wärme vom loazsten auf den 1 Listen Grad des LuftthermometerS. Nunbringen im Weingeist? 6 Feuertheilchen so viel Wärme hervor als 7 Feuertheilchenin gleich viel Wasser (§. ZvZ.) dem Raume nach gerechnet. Es nimmt «der eineUnze Weingeist, etwa mehr Raum ein als eine Unze Wasser, (§. 201.) folglichkann man sehen, daß in beyden Massen gleich viele Feuertheilchen gewesen. Inden zusammengegossenen Massen war die Summe derselbe» kräftiger als in jederMasse für sich. Daher entstund inehr Warme. Nach dem Thermometer znMtheileu, wurde die Kraft derselben um
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vermehrt. Aus dem vorhin (§. 485.) angeführten Grunde, mag aber die Ver-mehrung wohl Theil oder auch noch mehr betragen haben. Wenn man diesesgenauer bestimmen will, so muß man entweder einen vorläustgen Versuch machen, umzu finden, wie viele Grade das Thermometer bereits haben muß, wenn man nach-gehends noch eine Mischung vornimmt und es darein tauchet Dadurch erhältman, daß das Thermometer wenig oder gar keine Zeit gebraucht, um den Gradder Warme der Mischung zu erlangen. Denn hat es diesen Grad an sich schon,so wird es in der Mischung weder steigen noch fallen. Oder man kann, wenn dasThermometer die Wärme der Materie!, vor der Mischung hat, gleich nach gesche-hener Mischung beobachten, wie viel es von 4 zu 4 Minute steigt, um darausdie Erwärmungs -Subkangente, sowohl der Mischung als des Thermometers zubestimmen. Das erste Verfahren ist aber kürzer und sicherer, weil das letzteresehr genaue Versuche, Beobachtungen und Rechnungen erfordert.
§. 487.
Ich gedenke übrigens hier die verschiedenen Veränderungen, so bey denMischungen vorgehen, nicht weiter zu erklären. Es ist genug, daß sie überhauptdaher entstehen, daß bey den Mischungen die Dichtigkeit und die Cohäsionskräftesich ändern. Diese Kräfte sind aber zu wenig an und für sich bekannt. Manmuß daher, anstatt aus denselben, die ^Veränderungen der Wärme erklären zuwollen, vielmehr die Veränderungen der Wärme zum Grunde legen, und darausbestimmen, wieviel jene beträgt. Dieses ist auch eigentlich der Grund, warumich das Beyspiel von der Mischung des Weingeistes mit Wasser (§.486.) nichtanders als es geschehen ist, vorgetragen habe. Es ist genug, daß daraus folgt,die Cohäsionskräfte der Mischung seyn dermaaßen vermindert worden, daß etwa4öste Theil der Feuertheilchen aus derselben Weggehen mußte, ehe die Wärmeder Mischung mit der Wärme der äußern Luft wieder ins Gleichgewicht kommenkonnte, wie sie es in Len Materien vor der Mischung war.
§. 488 -
Unter den Musthmbroekschen Versuchen ist in dieser Absicht besondersderjenige mertwürdig, da er in drey Quentchen Vitriolöhl, zwey Quentchen Saft
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