2§2
Wärme und Kälte, so bey Mischungen entsteht.
gemischten Materien behält, sondern mit den geänderten Cohäsionskräften nndder Dichtigkeit auch die Wärme ändert. Und dieses kann so weit gehen, daß dieMischung in einigen Fällen zu Eis wird, in andern aber in Flammen ausbricht.
§. 484»
Muschenbrock hat hierüber einige Versuche angestellt und sie in seinerUeberseßung der Floi eircinrschm versuche bekannt gemacht. Ich werde darausnur einige hersehen, wo sich die Grade der Erwärmung oder Erkältung, mittelstdes Thermometers, bestimmen ließen.
Gemischte Materien. IFahreriheitsche Grade.
Gran.
Gran.
vor der Mi-schung.
nach derMischung.
2,4a
Salpeter
720
Master
145
Zl
240
Salmiac
720
Wasser
45
27
i8c>
Zucker
960
Wasser
44
45
120
Weinstein salz
720
Waster
44
54
24c)
Brannlewein
24O
Wasser
44
50
480
Weingeist
480
Wasser
44
57
120
Vitriolöhl
480
Wasser
45
60
L40
ScheiLwasser
240
WeinsteinZhl/i.cke/.
46
72
90
Zinn
480
Scheidwasser
44
161
60
Meßingfeile
480
Scheidwaffer
44
159
120
Eisenfeile
480
ScheiLwasser
44
i88
6o
Zinnfeile
480
Salpetergeist
46
250
120
Wismuth
480
Salpetergeist
48
24).
§. 485»
Es ist hiebey zu bemerken, daß das Thermometer den wahren Grad derErwärmung oder Erkältung, so in der Mischung entsteht, nicht genau anzrigt,denn dieser Grad wird an sich nicht augenblicklich hervorgebracht, und wenn eSauch wäre, so braucht das Thermometer einige Zeit, bis es denselben annimmt.Inzwischen aber verlieret die Mischung den Grad der Wärme oder Kälte, den daSTbermometer annehmen sollte, und zwar destomehr, je geringer die Masse, undje Licker das Gefäß ist, in welchem die Materien gemischt werden. Die in derMischung vcrgegangene Veränderung der Wärme, ist demnach größer als sie durchdas Thermometer angezeigt wird.
§. 486.
Die Unze Weingeistes, welche mit einer Unze Wasser vermischt worden,krieb daö Zahrenhettsche Thermometer vom 44st«n auf den )7stm Grad, demnach