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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
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230
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2.Z0

Das Aufsteiger! der Warme.

das Licht gehalten hätte. Es würde aber alsdann die vom Lichte aufsteigendeHitze siel dazu beygetragen haben. Dieses aber sollte vermieden werden.

§.418.

Bey der Luft hat hingegen das Aufsteigen der Warme mehr auf sich, undmachet, daß des Winters die Luft an der Decke der Stuben um einige Gradewärmer ist als am Boden. Ich habe, um den Unterschied durch Beobachtungenzu bestimmen, den azsteu Hornung 1777 Vormittags um io Uhr, ein Thermo.'merer dem Ofen und dem Fenster gegen über an Boden gelegt, und fünf andereThermometer an eine Latte gebunden, so daß, als ich die Latte eben dahin st.llte,die Kugeln der Thermometer r, 4, 6, 8, io Fuß über den Boden erhöht waren.Ein Viertel nach 12 Uhr fand ich, daß sie

in der Höhe von

<2

2

4

6

8

IO Fuß.

bey den GradenUnd um halb z Uhr

n, 4

12, 2

14, 6

8

15/7

16, 7

bey den Graden

n, 5

12 , 0

IZ,2

14,6

14/4

' 5/3

stunden. Es war den Tag über Thauwetter, so, daß das Thermometer, vor demFenster nach Nordwest zu, beym Frierpunct war. Ich Harle diese Thermometermehrere Tage so gelassen, und fand, daß die in der Mittlern Höhe nicht immer nachdem Maaß ihrer Höhe größere Wärme anzeigten. Der Zug der Luft, die Be-wegung derselben, das Zurückepralleu der vom Ofen aussahrenden Wärme sindGründe genug für solche Ungleichheiten. Ich Habe ähnliche Ungleichheiten ge-funden, als ich vier Thermometer in ein Glas stellte, und nur so viel Wasser dar-ein goß, daß die auf dem Boden stehende Kugeln bedeckt wurden. Das Glaswar cylindrisch von Z Zoll Durchmesser und 4 Zoll *Höhe. Ich beobachtete sieLen i6ten April 1777. des Morgens bis Mittag bey Hellem Wetter, gewärmtemZimmer und offenem Fenster aufdem Tische am Schatten zu verschiedenen malen,

und sie zeigten

I

II

III

IV

Um 7 Uhr.

13/ 2

13, 2

iZ/6

13, 5

8 Uhr.

13, 7

iZ, 8

iZ, 8

13, 9

9 Uhr.

iZ/ 3

13/ 3

'3, 6

iZ, 8

io Uhr.

13/ 9

14 , 0

14,0

14 , 2

n Uhr.

iZ/6

iZ, 8

13,7

14- 1

12 Uhr.

iZ/ 6

iZ, 9

13, 8

'4, r

Ich sähe daraus, daß es in der Verbreitung der Wärme im Wasser kleine Un-gleichheiten giebt, die zwar nicht über ^ Grad gehen, indessen aber doch merklich