Bewegung der Warme mit den Materien, worinn sie sich befindet. 229
2v Minuten seyn. Nun ist das Wasser im Sommer etwa 16 Reaumulssche Gradewärmer als die äußere Luft. Daher haben wir die Regel detri
20: 2^—16: 2.
welche angiebt, daß das Wasser untcrweges 2 Grade von der Wärme verlieret,die es in der Quelle hat. Wirklich angestellte Versuche stimmen damit überein,und daraus folgt, daß, wenn die Erkältungs.'Subrangente größer seyn sollte alshier angenommen worden, die Geschwindigkeit kleiner genommen werden müßte,und hinwiederum diese größer, wenn jene sollte kleiner seyn. Der Zufluß desWassers ist übrigens auch nicht alle Jahre gleich groß, noch die äußere Luft immergleich warm. Ich Habe ihre Wärme im Sommer nur auf 14 bis 16 Grade ge-setzt, weil das Bad in einem Thale oder sogenannten Tobel liegt, wo die Sonnekaum eine Stunde laug hin scheinet.
Sechstes Hauprstück.
Das Aufsteigen der Warme.
§. 416.
die Wärme die flüßigen Materien ausdehnt, macht sie dieselben leich-ter, und nöthiget sie zum Aufwärtssteigen. Dieses geschieht z. E. beymsiedenden Wasser, weil das Wasser, so ganz unten im Topfe oder Kessel ist, zuerstund unmittelbar erwärmt wird. Ueberdies macht die Erwärmung, daß die Lustaus den Zwischenräumchen des Wassers herausgeht, und in Form von kleinenBläschen in dis Höhe steigt. Bey stark siebendem Wasser macht wohl auch dieWärme sich selbst Raum, und dringet in großen Blasen, die weniger Luft alsDünste enthalten, aufwärts. Das Aufwallen des siedenden Wassers entstehteben daher.
§. 4 ^ 7 .
Cm solches Aufsteigen der Wärme bemerket man auch in festen Körpern.Wird das Ende einer eisernen Stange horizontal ins Feuer gelegt, so ist dieSub-rangenke (§. Z27.) kürzer, als wenn die Stange an dem von dem Feuer wegge-kehrten Ende mehr erhoben wird. Ich habe indessen bey dem oben (§. zz6.) ge-brauchten Drat den Unterschied nicht sehr groß gefunden. Denn als ich deni7ten April 1777. das eine Ende desselben in eben das Lampenlicht hielt, fo daßder Drat mit dem Horizonte einen Winkel von 43 Graden bildete, fand ich, daßWachs höchstens um zwey Dratdiameter weiter von dem Lichte floß, und demnachdie Subtangente nur um ^ Theil länger wurde, als wenn der Drat horizontallag. Dieser Unterschied würde größer seyn, wenn ich den Drat lothrecht über
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