228 Bewegung der Wärme mit den Materien, worin» sie sich befindet.
§. 414«
Da man aus diesen Gründen selbst in denen Fällen, wo man die Hitze ineinen engern Raum vereinigen will, derselben Ansangs mehr Raum geben muß,so wird dieses um desto nothwendiger, wo man sie wirklich verbreiten will, wie esz. E. in den Caminen geschieht, wo die Hitze des Feuers sich durch das Zimmer.Figur, verbreiten soll. Gaugeu in seiner c/u/eu schlagt daher mit gutem
Rechte vor, daß man dem Heerde der Camine nicht die rechrwmkligte Figur2 L C <Z, sondern die gegen das Zimmer erweiterte ^ ö L O geben soll. Wenner übrigens sagt, es würde gut seyn, den Seiten ^ ö, O C eine parabolischeWendung zu geben, so ist dieses ein sehr unerheblicher Umstand. Die Wändewerden eben nicht spiegelglatt gemacht, und der Brennpunkt der Parabel ist eineinzelner Punct, da hingegen das Feuer gewöhnlich auf der ganzen Länge N Lbrennet. Man behält übrigens die Wahl, die Ecken in k, L etwas abzmünden.Der Hauptfehler der Camine ist übrigens, daß die meiste Hitze durch den Schonstein aufwärts geht, und dem Zimmer nur nützet, wenn man die Flamme und denRauch aus dem Camin in einen über demselben stehenden Ofen leitet, und die zumAnblasen des Feuers nöthige Luft durch eine unter dem Boden des Zimmers ge-hende Röhre, von außen her, in das Camin leitet.
§. 415.
Von der Leitung der Wärme in andern flüßigen Materien ist mir fürnem-lich der Fall bekannt, da zu pfeffers, in der Schweiz, das natürlich warme Mi-neralwasser von der Quelle bis zum Badhause in hölzernen Röhren ;oo bis 600Schritte weit geleitet wird. Da dieses Wasser in der Quelle die Warme desmenschlichen Blutes hat, und daher so, wie es ist, zum Trinken und Baden ge-braucht werden kann, ohne daß es besonders müßte gewärmt werden, so warfürnemlich zu hindern, daß es in dem langen Canal, durch den es nach dem Bad-hause geleitet wird, unterwegens so wenig als möglich ist, von seiner Wärme ver-liere. Daß zu diesem Ende der Canal geschlossen und das Holz der Röhre dickeseyn mußte, versteht sich von selbst. Die Erkältungs-Subtangente wird aus Hey-den Gründen größer. Das Hauptwerk kömmt aber darauf an, daß das Wasserso geschwinde, als immer möglich ist, durch den Canal fließe. Denn je weniger eSsich in demselben anfhält, desto weniger hat esZeit zum Erkälten. Aufdie Kürzeder Zeit kömmt hier alles an. Die Quelle giebr in jeder Minute 240 CubicfußWasser, wovon aber nur i8c> in die Röhre geleitet werden, weil man nicht mehrgebraucht. Die äußere Breite der Röhre ist 1 Fuß, die Höhe 8 Zoll. Dieinnere Breite aber 1 o Zoll und die Tiefe 5 Zoll. Die Geschwindigkeit des Was-sers beträgt 8 Fuß in einer Secunde Zeit. Das Wasser gebraucht demnach unge-fähr 2^ Minute Zeit von der Quelle bis nach dem Badhause zu kommen. DieErkältungs-Sublangente mag nach einem beyläuftigen Ueberschlage von etw«