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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
220
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L2<r Die Geschwindigkeit im Fortgange der Warme.

§. 398 .

Da das Thermometer 1 K, so klein auch seine Erkältungs-Subtaligeme»m Wasser ist, die Wärme desselben nicht augenblicklich gan; annimmt, so zeigte«6 auch, zumal in den ersten Minuten, die Wärme des Wassers nicht. Diesemuß demnach erst aus dem Steigen deS Thermometers gefunden werden. Zu die----.Ftgur.sem Ende trug ich die Zeiten auf die Abscissenlinie ^ c, und richtete die Gradedes Thermometers als Ordinalen auf. Durch deren Endpuncten ließ sich sodanndie krumme Linie ^ 6 N O ziehen, deren Ordinalen demnach das Steigen desThermometers vorstellen. Mittelst dieser krummen Linie war nun eine andere6 L biO zu finden, welche das Erwärmen des Wassers in I( (ijj.Fig.) ver-stellen soll. Diese Linie mußte demnach von der Beschaffenheit seyn, daß wennman nach Belieben einen Punct iVl nimmt, und an denselben eine Tangente lVI 1zieht, rmd dieselbe, so wie auch die Ordinate l? lVl so weit verlängert, bis ihreEntfernung oder die Perpendiculär di 1 der Erkälkungs-Snbtangenre des Ther-mometers gleich wird, das will sagen, bis di 1 , anf^ L gemessen, 48 Sekun-den beträgt. Auf diese Art erhält man den demPunct dl entsprechenden Punctdi.k dl ist die Erwärmung des Thermometers, und 8 di die vom Wasser in L(r8. Fig)

§. 599.

Es ergab sich nun hieraus, daß die krumme Linie -V 8 L di v sich von8 an fast ganz gerade aufwärts zieht, und dieses will sagen, daß das Wasser inK (r8.Fig.) nach Verfluß der ersten Minute einen merklichen Grad von Wärmemit einemmaie erhielt. Wenn ich mich aber richtiger und eigentlicher ausdrnckensoll, so kann diese Wärme nicht, wenigstens nicht gan; als die vom Wasser ange-sehen werden, und zwar aus gleichen Gründen, aus denen ich oben sagte, daßdie Sonnenstralen (§.. 250.), und eben so auch die Wärmestralen des Feuers,(K. ^46.) wenn sie durch die Luft fahren, die Luft nicht wärmer machen, als siezunächst am Schatten ist» Hier fährt nemlich die Wärme von der Scheidewand8 0 (18. Fig.) nach II, und von da bis an die Oberfläche des Wassers 6 8,wo sie zum Theil wieder zurück fährt, (§. g 8 7.) und da immer neue hinzu kömmt,fich nach und nach aufhäufet. Indessen steigt das Thermometer dennoch so, alswenn das Wasser diese Wärme hätte. (§. 271.) Ich merke auch diesenUnterschied hier nur an, weil es sich daraus deutlicher ergiebr, daß eigentlich nichtdi« Erwärmung des Wassers, sondern die Bewegung der Wärme eine MinuteZeit gebrauchte, um von der Scheidewand 6 0 bis zur Kugel in L zu kommen,und daß sie, so zu sagen, mit voller Macht, und nicht nach und nach, anlangte.Der Weg mag ziemlich genau 8 Zoll betragen. Und da wir dieses als die mittlereGeschwindigkeit anzusehen haben, (§. zsz.) so folgt, daß die absolute Geschwin-X Ligkeit der Feuerrheilchen im Wasser 16 Zoll in eine Minute beträgt. Zuin Ge-

brauche aber müssen wir es bey den 8 Zollen bewenden lassen, weil bey der Fort-ßstanzung der Wärme die schiefe und veränderliche Richtungen des Weges jeder

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