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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
183
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Erwarmung und Erkältung mehrer Körper unter sich. 183

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Dieses zeigt demnach, überhaupt betrachtet, wie die Wärme von innen nach außenzu geringer seyn muß, wenn der sphärische Körper vom Anfänge an einförmig er-kälten soll. Es wird also hiedurch näher aufgeklärt, was ich oben (§.256.257.)schon Voraus erinnert habe. Man sieht auch leicht, daß bey Körper, die eineweniger reguläre Figur, haben, die Vertheilung der Wärme, so wie sie zur ein-förmigen Erkältung erfordert wird, anders ausfällt.

§. Z2Z.

Diese genauere Erklärung dessen, was eigentlich die Erkältungs-Subtan-gente ist, giebt nun ebenfalls zu erkennen, daß die in den vorgehenden Rechnun-gen durch X, r üce. angedeutete Wärme der Körper, entweder die mittlereWärme oder die warme eines ^hrer Theile vorstellt. Ist z. E. der Körperdie Kugel eines Thermometers, so deuten seine Grade die Summe der Ausdehnun-gen aller einzeln Theile an, so ungleich auch immer die Wärme in der flüßigenMaterie, mit welcher die Kugel angefüllt ist, vertheilt seyn mag. Ist hingegender Körper ein Gefäß voll Wasser, und man stellt, um dessen Erkältung zu beob-achten , ein Thermometer hinein, so wird allerdings das Thermometer nur denGrad der Wärme zeigen, welchen das Wasser zunächst an der Kugel hat. Anandern Stellen kann das Wasser eine sehr verschiedene Wärme haben. Man be-greift auch, daß das Wasser unbewegt bleiben muß, wenn es sich dem Zustandeder einförmigen Erkältung am ordentlichsten und geschwindesten nähern soll.