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170 Erwarmung eines Körpers durch einen andern.
§. ZOl.
Ich habe in dem zweyten Bands von den welcher t/zz. Herr
ausgekommen, denjenigen Fall besonders vorgenommen, und mit einem Versucheverglichen, wo der äußere Körper vielmal größer als der innere war. Ich stelltenemlich ein Thermometer in eine Schüssel voll warmen Wassers, die Schüsselselbst aber auf ein Gestelle von Drat. Denn wenn ich es unmittelbar auf denTisch gestellt hätte, so würde der Tisch erwärmt worden seyn, und die Erkältungdes Wassers wurde einem ganz andern Gesehe gefolgt haben, als demjenigen, zudessen Bewährung ich den Versuch anstellete. Der Erfolg gab auch, daß nur inden ersten Minuten einige Unterschiede von ^ oder ^ Grad vorkamen, von da anaber der Unterschied der Erfahrung und Berechnung nie ein Grad betrug,sondern mehrenrheils noch geringer war.
§. Z<- 2 .
Von den zwoen logarithmischen Linien, deren Ordinalen zusammen addirtoder von einander abgezogen, die Grades, r angeben, nähert sich die eine ge-wöhnlich, so schnell ihrer Asymptote. Daß nach Verfluß von einigen Minuten,die andere so viel als ganz allein bleibt. Ich habe mich auch an erst angezogenemOrte bereits schon des daher rührenden Vortheiles bedient, um die Formeln leich-ter auf den Versuch anzuwenden.
zog.
Es verdient ferner angemerkt zu werden, daß die anfänglichen Grade derWarmes, 2 ein solches Verhältniß unter sich haben können, baß dieses Ver-hält» iß während der Erkältung beständig eben dasselbe bleibt, und folglich durch-aus 2 — 7: r ist. Die Erkältung, sowohl des innern als des äußern Kör-pers folgt sodann nach den Ordinalen einer einigen logarithmischen Linie ganz ein-förmig. Diesem Zustande nähert sich auch die Erkältung in den übrigen Fällenimmer mehr.
§. Z04.
Den a6sten Brachmonat 1772. stellte ich ein Quecksilberthermometer inrin cylindrisches Gefäßcheu von dünnem Messing, welches auf Füßen von gleichemBleche stund, und folglich den Tisch nicht unmittelbar berührte. Das Thermo-meter zeigte den azsten Reaumurfchen Grad der Wärme und füllete Theilevom Raume des Gefäßchens aus. Ich goß sodann siedend Wasser darauf, bisdas Gefäßchen ganz voll war, jedoch ohne im gerinsten zu verweilen. Sogleichbeobachtete ich auch die Zeit und das Steigen des Thermometers , und fand