i67
Erwarmung eines Körpers durch einen andern.
verliert es schon beym Eingießen einen Theil seiner Wärme. Von der übrigblei-benden theilet es nicht nur dem kalten Wasser, sondern auch dem dicken Metalldes Kessels mit. Stellt man sodann ein Thermometer hinein, welches kälter alsdie Mischung ist, so nimmt das Thermometer selbst noch etwas Wärme weg, und über.'dies gebraucht eS Zeit, ehe dasThermometer die gehörige Wärme erlangt. Inzwischenerkältet die Mischung. Man wird also das, was man suchte, weit verfehlen, besonderswenn inan nur wenig Wasser zusammen mischet. Doerhave spricht von einem Pfund.Rraft mag vielleicht mehr genommen haben. Zx ich wann erinnert ausdrücklich,man müsse aus die Gefäße mit Rücksicht nehmen, und so werde man finden, daßder Neberschuß der Wärme durch die ganze Masse der Mischung vertheilt, in Ver-häliniß der ganzen Masse zur Masse des wärmer gewesenen Wassers geringerwerde. Die umständlichste Versuche hierüber findet man beym cke Er
seht aber in der Anwendung, die er davon machet, voraus, daß wenn in gleichviel Wasser doppelt mehr Feuertheilchen sind, die Wärme doppelt größer seynwerde, daran mag wohl nicht viel fehlen. Indessen wenn man gleich viel nachdem Gewichte oder nach dem <>aun,e nimmt, so macht unstreitig die Ausdeh-nung des 2Lassers durch die Wärme hiebey einigen Unterschied, welches sich vomFrierpunct bis zum Siedepunkt auf den ^ Theil des Ganzen erstrecket. Sodannkann man durch das Wort U?äcine die Dichtigkeit der Feuertheilchen verstehen;man kann aber auch- ihre Äraft dadurch verstehen, und da muß man erst Nachse-hen, wiefern 2xra,t und Dichtigkeit zu gleichen Schritten gehen. Der Unter-schied mag geringe seyn. Ich führe dieses aber an, weil Herr üe Dr/c gerade aufsolche geringe Unterschiede in seinen Versuchen Rücksicht nimmt. Seine Absichtwar nicht, die Wärme der Mischung nach dem Thermometer zu schätzen, sondernvermittelst jener die Eimheilung von diesem zu berichtigen.
§. 1^6.
Solche Mischungen gehen nun bey wässerichten Materien, als Wasser,Wein, Eßiz, Weingeist rc und hinwiederum bey ansgepreßlen Oehlen noch gutan, weil sie sich wirklich mischen lassen. Nimmt man hingegen Wasser und Oehl,oder Wasser und Quecksilber, so hilft besonders im letzten Fall das Umrühren nichtviel. Äocrhave giebt an, daß drey Theile ^gemessen, nicht gewogen) Quecksil-ber und zwey Theile Wassers zusammen gegossen, eben die Wärme geben, die erbey gleichen Theilen von Wasser gefunden, es mag nun Las Quecksilber oder daSWasser wärmer gewesen seyn. Daraus folgt, daß im Wasser drey Feuertheilchennicht mehr Kraft der Wärme haben, als zwey Feuertheilchen in Quecksilber, wennnemlich Wasser und Quecksilber gleichen Raum einnehmen. Boerhave sagtübrigens, daß ans sein Begehren Fahrenheit diese Versuche angestellk habe.
. Datiiaatt nahm ähnliche Versuche vor, und giebt in Ansehung der Mischungen