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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
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Zweyter Abschnitt.

Erwarmung eines Körpers durch einen andern.

§. - 94 .

/Bin erwärmter Körper theilt einem kältern Körpern, der ihn berührt oder auchnur in seiner Nähe ist, einen Theil seiner Wärme mit, und zwar desto mehr,je näher beyde beysammen, und je größer die gegeneinander gekehrte oder aucheinander berührende Flächen sind, auch je genauer sie sich bernhrrn. Denn wennLuft oder auch nur luftleerer Raum zwischen den berührenden Körpern ist, so mußdie Wärme erst aus dem einen Körper in die Luft oder in den leeren Raum, unddann aus diesen in den andern Körper. Damü geht es viel langsamer (§. 26 z.266.) Ziegler in seinem giebt demnach den Rath, Laß wenn

man sehen will, ob ein Körper h> genug sey, umE. Bley zu schmelzen, mandieses geschwinder erfährt, wenn man einen bleyern Stift zuerst in Oel taucht,und dann damit den Körper berührt. Dann die Hihe geht durch das, beyde Kör-per genau berührende Oel viel schneller in das Bley hinüber. Macht man aberbeyde berührende Flächen spiegelglatt, so daß sie gleichsam an einander kleben, sogeht auch der Uebergang der Wärmn besser von statten. Ich merke dieses hieran, weil es in die Bestimmung derLrkälrungü-Subtangente einen nicht geringenEinfluß hat.

§. - 95 .

Da die Wärme sich bey größer» Körpern nicht augenblicklich durch die-selben verbreitet , so kömmt man, wenn beyde flüßig und von nicht gar zu unglei-cher Schwere sind, am besten fort, wenn man sie zusammen gießet und umrüh-ret. Zch habe bereits oben (H. 96.) erwähnt, daß man solche Mischungen vonwarmen und kalten Wasser vorgeschlagen hat, um das Thermometer nach gleichenGraden von Wärme einzutheilen. Boerhave ohne sich diese Absicht vorzusehen,erzählt, daß wenn er gleich viel siedend Wasser lind frierendes zusammen mischte,die im kalten noch übrige Warme gleichsam verloren gieng. Das siedende hattenemlich 212 Gr., das frierende 52 Gr. Wärme nach dem Fahrcicheitschen Ther-mometer. Der Unterschied ist iZo Grad. Davon sollten 92 in das frierendeWasser übergehen, und 90 in dem so siedend war, blieben, und folglich solltedie Mischung 32 -t- 90 122 Gr. Wärme erhalten. Doerhave fand nur 90.Rrafc stellte den Versuch ebenfalls an und fand nur 108. Wenn man abernicht auf alle Umstände Acht giebt, so kann man einen jeden beliebigen Grad fin-den. Man habe z. E das kalte Wasser in einem Kessel von dickem Metall, daswarme in einem Gefäße von dünnem Bleche. Man gieße dieses in jenes, fi»

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