Erwärmung am Feuer und an der Sonne. i6z
§. 2YZ.,
Bey der Erwärmung am Feuer ist endlich noch airzumerken, daß das^lsximum n ^ (§. 270.) einen größern Grad der Wärme angeben kann, als derKörper auszuhalten fähig ist. Man kann z. B. Wasser so nahe an das Feuerstellen. Laß iu gleicher Nähe Zinn oder Bley schmelzen würde, und dennoch wirddas Wasser höchstens nur die Hihe veS Siedepuncks erlangen, welche viel geringerist. (§. io;. 264.) Man sieht demnach, daß hrebey Umstände Vorkommen, wel-che in den vorhin angegebenen Formeln nicht begriffen sind, und folglich, wo sieVorkommen, noch mit in die Rechnung gezogen werden müssen. Das siedendeWasser ist in einem gewaltsamen Zustande. Es steigen aus demselben eine MengeBlasen empor, welche, wenn das Wasser heftig siedet, mehr mit Feuertheilchenals mit Urft angefüllr sind. Damit gehen die Feuertheilchen, so zu sagen, mas-senweise aus dem Wasser weg. Vey geringerer Wärme würde das Wasser aufder Seite des Feuers wärmer seyn und nach der andern Seite zu, stuffenweise we-niger Wärme haben. Aber bey solchem Aufwallen breitet sich die Hihe mit Machtnach allen Seiten aus. Dieses trägt mit bey, daß desto mehr Wärme weggeht.Soll demnach die Rechnung auf diese Fälle angewandt werden, so muß man inder Grundgleichung (§. 270.)
Die Subkangente 7 als veränderlich ansehen, so daß sie desto kleiner werde, je nä-her der Grad der Wärme v dem Siedepunct ist. Da nun das lVlsximum derWarme, wenn dir Menge Wassers gegen das Feuer verglichen klein genug ist, aufden Grad des Siedepunclü trist, so kann der kleinste Werth von 7 durch daslVIaximiim n 7 bestimmt werden. Denn n 7 ist der Ueberschuß der Wärme desSiedepuncts über der Wärme der Luft, in welcher das am Feuer stehende Was-ser erkältet. Der anfängliche Werth von n 7 reicht aber viel weiter, z, E. bis anden Grad des schmelzenden Zinnes, Bleyes rc. je nachdem das Wasser näher amFeuer steht.
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