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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
152
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Erwärmung am Feuer und au der Sonne.

so der Körper erhält, bestimmen kann, wobey man, wenn n veränderlich ist, den-jenigen Werrh nehmen muß, welcher zur Zeit der größten Erwärmung statt fin-' det. Die größte Warme.ist sodann der-jcmgm gleich, die der Rörper mder Zeit / erhalten würde, wenn er inzwischen nicht wieder erkältete.

§. 271.

Sehen wir nun aber n beständig, so erhalten wir die Integralformel

wo ^ die anfängliche Wärme vorstellt. Man sieht demnach, daß die Erwär-mung logarikhmisch und durchaus eben, die ist, welche statt haben würde,wenn die Luft die LVärine n 7 hätte, und der Äörper in derselben er-wärmt würde.

§. 272.

Wenn mehrere Körper von einerley Materie und Figur sind, und nur derGröße nach, sich von einander unterscheiden, so wird für jeden der Werth vonn in gerader Verhältnis der gegen das Feuer gekehrten Flache und in umgekehrterVerhältniß seines körperlichen Raumes seyn. Hingegen ist die Lrkältungs Sub-tangente 7 gerade wie der Raum, und umgekehrt, wie die ganze Oberfläche. Danun das lVlsximum der Wärme n 7 ist, so folgt, daß wenn bey allen solchenKörpern, die dem Feuer ausgeseßten Flächen der ganzen Oberfläche proportionalsind, sie sämmtlich einerley Grad der Wärme erhalten werden. Der Unterschiebwird nur seyn daß die größern Körper diesen Grad langsamer und später erhal-ten. Ich verstehe übrigens, daß sie in gleicher Entfernung von dein Feuer stehen,so daß die Feuerstralen in gleicher Dichtigkeit auf ihre Oberfläche fallen. Dennsonst müßte der daher rührende Unterschied mit in die Rechnung gezogen werden.

§. 274.

Dieses findet nun auch in Absicht auf die Sonne statt, so lange sie gleichHelle scheint und die Lust gleiche Wärme behält. Es kömmt aber in Absicht aufdie Sonne noch ein Umstand hinzu, welcher von der Farbe der Körper herrührt.Man hat sich aber mehrentheils begnügt, diesen Unterschied anS optischen Grün-den zu beweisen, und sich allenfalls nur auf gemeine Erfahrungen zu berufen.D-rie-rce, welcher zwry Stück Marmor, um ihre Ausdehnung durch die Wärmezu bestimmen, an die Sonne legte, die von gleicher Figur und Größe, wie auchder S^nne gleich ausgeseht waren, merkt bey dieser Gelegenheit an, daß dasweiße Stück noch kalt war, als bas schwarze schon sehr stark erwärmt worden.

pi/ioi