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Mittheilung der Warme.
wer erwärmt wird, so benimmt es auch der Lust einen Theil ihrer gleich Anfang«erlangten Wärme, bis es endlich auch die Warme des Wassers erlangt hat. DieseSchnelligkeit, womit die Wärme sich in der Lust ausbreitel, macht, daß die Luftaller Orten gerade nur die Wärme der Körper hat, welche sie berühret, und daß,wenn die Erde und andere Körper-die Wärme der Sonne nicht besser aufbehielten,als die Lust, wir von der Sonnenwärme wenig würden zu genießen haben. Daferner alle andere Körper in der Luft so langsam erwärmen und erkälten, so ist die/fts der Grund, warum düm-s Fenstergläser dir Wanne in der Srnbe zurück hal-ten, und besonders, warum die Wirkung doppelt wird, wenn doppelte Fenstersind. Man begreift eben so, daß ein Zimmer wärmer bleibt, wenn die Wärmesich durch Tapeten oder Getäfel den Weg in die Mauer bahnen muß. Man be-greift eben so auch, warum das Wasser uns kälter zu seyn scheint als gleich kalteLuft? Denn die Erkältungs-Sublangenre ist in der Luft 8 bis roinal größer alsim Wasser, und so verlieren wir in der ersten Secunde im Wasser 8 bis ivmalmehr Wärme als in der Luft.
§. r68-
Noch habe ich anzumerken, daß die Erwürmungs-Subtangence nickder Erkälrungs-Subraiigente bcy jedem Rörper und in einerlcy flüssigenMaterie einerley Größe har. Wenn das Thermometer um gleich viele Gradewärmer oder kälter als die Luft ist, so nähert es sich der Lnftwärme nach einerleylogarithmischen Linie. Die Anzahl der Grade von Wärme, die es in gleicherZeit im ersten Fall verliert, im andern Fall erhält, ist gleich groß. Man kannhieraus schließen, daß gleiche Grade der warme im Tchermometer, in derLuft, in andern flüssigen Materiell gleiche Ueberwucht haben. Ich sagemit Vorbedacht: Ueberwuchr. Denn das Wort Araft würde hier mehrzwey-deutig gewesen seyn, weil die Kraft der Wärme in den Körpern von der Kraft,womit sie in andere berührende Körper wirket, nsthwendig zu unterscheiden ist.(§. 102 .)