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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
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Mitteilung der Warme.

Quecksilber - - - , 56

Baumöl - - - 64

Weingeist - - - 77

Wasser - - - , - ioo

Diese Materien erkalteten an der Luft. Es ist aber jedoch zu bemerken, daß nurihre Oberfläche der Luft ausgeseht war, und daß sie demnach größtenteils durchdas Glas ihre V-ärme verirren« Dieses ist aber Nicht ganz gleichgültig. IcHhatte anstatt offener Glaser, geschlossene Thermometer gebraucht, wo demnachWeingeist und Quecksilber ganz durch Glas erkälteten. (H. 26g.) Dieses ist derGrund, warum ich das Verhältnis' der Subtangenteu, wie 5 zu z fand, anstattdaß sie bey ' Narcme, wie r 1 zu 7 sind. Endlich findet Martirre auch, daßsein Quecksilbcrthermometer in der Luft 8 bis 9>ual langsamer erkältete als in Was-ser oder in Quecksilber. Denn diese zwo Materien gaben keinen sehr merklichenUnterschied. Martine halt sich übrigens lange dabey auf, daß seine Versuchevon dem, was Bserhave, Mujchenbrock und andere angebeu, so sehr ver-schieden sind. Diese schlossen überhaupt, daß ein dichter Körper langsamer er-wärmt und erkältet werde als ein lockerer, und erstercr erzählt es so, als wenn dieErfahrung es allemal bekräftigen würde. Die Erfahrung macht nun aber dabeystarke Ausnahmen, und zeigt, daß hiebei) noch mehr Umstände in Betrachtungkommen.

§. 267.

Da man die flüssigen Materien nicht anders als vermittelst der Gefäßebestimmte Figuren geben kann, so läßt sich besonders auch die Erkaltungs-Sub-tangente der Luft nicht anders als mittelst der Gefäße bestimmen. Ich finde aber,daß sie so klein ist, daß man sie so gut als für nichts zu achten hak. Wenn ichdie Kugel des im 9i steu §. beschriebenen Luftthrrmometers in der Hand halte oderin warmes Wasser sehe, so bewegt sich die kleine Quecksilbersäule in der Röhreaugenblicklich so schnell, daß man ohne Mühe sieht, die zur völligen Erwärmungder Luft in der Kugel erforderliche Zeit betrage, bloß deswegen etliche Secuuden,weil das Glas der Kugel so viel Zeit braucht erwärmt zu werden. Die Queck-silbersäule läuft mit einer wirklich beschleunigten Bewegung von dem ersten Augen-blicke an, und wenn das Wasser sehr warm ist, so fährt sie mit ziemlicher Ge-schwindigkeit zur Röhre heraus, so bald die Kugel ins Wasser kömmt. Nehmeich hingegen die Kugel des im §. 8 >. und fügenden beschriebenen LuftthermometerSin die Hand, oder stelle sie in warm Wasser, so steigt das Quecksilber in der Röhreebenfalls in wenigen Sekunden schnell aufwärts, hernach fährt es fort ganz lang-sam zu steigen. Nemlich in den ersten Sekunden erhalt die Luft in der Kugel schonalle Wärme. Da aber das unten in der Kugel liegende Quecksilber viel längs«»

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