Ausdehnung derDunste durch die Warme. rzz
Demnach würde, wenn nur Luft in dem Gefäße gewesen wäre, ihre Kraft durchdie Wärme i, 474>nal verstärket worden seyn. Die Kraft der Dünste und derLuft zusammeugenommen ;,8iz, war also beynahe 4m»! stärker, als die Kraftder Luft allein bey gleicher Erhitzung würde gewesen seyn.
K. 244.
Dieses Verhälrniß ist nun aber nur von dem Grad der Wärme zu verste-hen, den die Dünste hatten, demnach von dem aasten Fahrenheirschen Grade.Bey geringem Graden der Wärme wird die Kraft der Dünste sehr merklich schwä-cher. Dieses erhellet aus folgender Tafel:
Fahrenheit
Luftkhermo-
meler.
Quecksilber
säule.
Kraft derDünste undder Lust.
Kraft derLuft allein.
Verhältniß
50
ioZ 7
27
1, 000
r, oscr
t, O0
141
1224
37
1,180
1,16 '
170
1-83
47
i,74i
I, 2Z8
i, 4 i
193
i 3 Zi
57
2, m
1,284
i, 64
220
1386
77
2, 852
i, 337
2, <26
254
1456
10/
3,963
1,404
2, 82
271
1491
137
5, S74
i ,438
Z, 55
289
1528
157
5, 815
i ,474
3,95
§. 245.
Diese Tafel ist ein Auszug aus einer viel weitläustigern, welche aus derZreglerschen hätte berechnet werden können, weil Ziegler das Thermometer beob-achtete , so oft das Quecksilber um 5 Zoll höher gestiegen war. Die unterste Zah-len sind eben die, welche vorhin (§. 24z.) berechnet worden. Sie dienen alsozur Erklärung der ganzen Tafel. Man sieht daraus, daß ben geringern Gradender Wärme die Luft das meiste beyträgt, das Quecksilber in die Höhe zu treiben,und daß erst, wenn das Wasser 212 Grad Wärme, das will sagen, die Wär-me des siedenden Wassers hat, die Kraft der Luft durch die Kraft der Dünste biszum doppelten vermehrt wird. Von da an nimmt die Kraft der Dünste sehr stark,nnd z-rar immer stärker zu. Sie läßt aber beym Erkälten nicht nur eben so schnell,sondern noch etwas schneller nach. Der Unterschied trägt übrigens nicht viel auS,weil die Erkältung sehr langsam erfolgte. Bey des Savery Maschine zu London,werden die Dünste durch eingeflößtes kaltes Wasser abgekühlt, und da hört ihreSchnellkraft gleich auf. Man sieht übrigens, daß vorstehende Tafel dienen kann,die Kraft der Londner Maschine zu berechnen. Man sieht aber auch, daß dieseKraft sich sehr merklich nach dem Grade der Wärme verändert. Und da der