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IZ2
Ausdehnung der Dünste durch die Warme.
§. 242.
In dem einen Versuche blieb der Topf leer, so daß außer dem Gefäßchen,worinn das Quecksilber war, welches durch den Druck der Lust oder Dünste indie gläserne Röhre steigen mußte, nur Lust darinn war. Diese Luft hatte dieWärme vom Zysten Fahrenhctrschen Grade. Sie wurde hierauf bis zum z ivtenGrade erhitzt, und dadurch ihre Schnellkraft dergestalt verstärkt, daß das Queck-silber in der Röhre 17 Zoll hoch stieg. Zu diesen 17 Zollen müssen nun noch we-gen des Druckes der äußern Luft 27 Zoll addirt werden. Und damit ist der ganze
Druck dem von einer 44 Zoll hohen Quecksilbersäule gleich; folglich 4 F — i,ÜHo>nalstärker als der Druck beym z>sten Grad der Wärme war. Nun ist
folglich
Fahrenheit
59
zio
Luftthermometer.
10554
15724
10554
— 1,490-
Diese Verhältniß ist merklich geringer als i,6go, und scheint anzuzeigen, daß diein der Luft enthaltene Dünste durch die starke Erhitzung zur Vermehrung der Kraftder Luft etwas beytrugen. Dieses erhellet auch daraus, daß beym Wiedererkäl-ren die Schnellkraft schneller als die Wärme abnahm. Uebrigens zeigte auch dasThermometer nicht den Grad der inner» Hitze an, weil es in einem mit Oel gefüll-ten Gefäßchen stunde, das zwar in den Topf herunter gieng, oben aber offen war,und mehr Zeit gebrauchte, jeden Grad der Hitze zu erlangen als die eingeschlos-sene Luft.
§. 24Z.
In dem andern Versuche war der Topf zur Hälfte mit Wasser angefüllt.Dadurch entstunden beym Erhitzen mehr Dünste. Auch giebt der Erfolg an,daß ihre Kraft sehr beträchtlich war. Die Wärme war Anfangs von etwazo Fahreuheirschen Graden. Sie nahm aber bis auf den Zysten Grad zu, unddas Quecksilber in der Röhre erreichte eine Höhe von 1 zo Zollen. Hiezu noch27 Zoll addirt, fo erhält man rz7 Zoll für den ganzen Druck, welcher demnachV/ — 5,8i 5 größer als der Druck der äußern Luft war. Nun treffen zusammen
und man erhält
Fahrenheit
50
289
1528, 3log?
Luftthermometer.
IOg7
1528,3
i,474.