r Z4 Ausdehnung der Dünste durch die Wärme.
Siedekessel nicht ganz geschlossen ist, und die Dünste immer wiederum abgekühltwerden, so wird auch der Grad der Hitze nicht wohl größer als der von siedendemWasser angenommen werden können.
§» 246.
Die Kraft der Dünste oder der Feuchtigkeit in der Kälte ist nicht minderbeträchtlich, wenn auch gleich die Kälte, an sich betrachtet, eine Verminderungder Kraft der Wärme ist. Es ist aber die Kraft der Wärme nicht die einige,welche in den Körpern wirksam ist. Die Cohäsionskräfte sind es nicht weniger,und selbst die Feuchtigkeit, kann sehr heftige Wirkungen Hervorbringen. HölzerneKeile, die in Felsen getrieben und dann mit Wasser angefeuchtet werden, schwel.-len mit solcher Macht auf, daß der Fels zersprengt wird. Die wenige Feuchtig.-keit, die des Winters noch in den Bäumen bleibt, machet, daß die Bäume in derstrengsten Kälte aufborsten, weil die wässerichtenTheile im Frieren sich auSdehnen.
§. 247.
Dieses Ausdehnen durch den Frost ist bey verschiedenen stutzigen Materiensehr ungleich. Arnold, welcher durch seine zwo bekannt
ist, hat hierüber mehrere Versuche angestellt, indem er bestimmt hat, um wieviele ivOOte Theile die gefrornen Materien mehr Raum eingenommen, als sie vordem Frieren einnahmen. Er fand für
Wasser l -
5
c>, 108
Wcineßig , -
L
0,062
Urin - -
F
v,o8o
Milch - -
5
o,c >57
Bier - -
L
0,167
Molken ,
-
0,O5L
Lympha <- -
Ferner für destillirte Wasser von
0,L>74
Rosen - -
5
0,092
Undeublütheii
-
0,148
Augentrost , - r
-
o,c>86
Wegrich - -
5
o,c>8l
Melissen r
r
0 ,158
Weinreben
5
0, I O0
Endlich für gesättigte Auslösungen
von
Alaun '
r
0,014
Salpeter -
0,096
Borax - r
r
O,O8Z
weißem Vitriol r
r
c>, loa
grünem Vitriol
c>, m