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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
118
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118 Hydrostatische Thermometer.

Meter habe. Soll mm das Instrument in Materien, deren Schwere nur umTheil verschieden ist, sich von L bis in I) senken, so müssen die Kugeln unddie Röhre bis in lomnal mehr Raum einnehmen, als die Röhre von L bis v.Wie groß nun die Kugeln werden sollen, läßt sich sodann nach bekannten geome-trischen Säßen bestimmen. Man thufthiebey gut, wenn man die untere KugelLnicht größer macht, als daß sie gerade das Quecksilber oder die bleyernen Schrotenfasse, welche hinein kommen müssen, um dem Instrumente das erforderliche Ge-wicht zu geben. Auch dieses kann vermittelst der bekannten besondern Schwere derKörper leicht gefunden werden. Und die Lisenschmiedsche Tafel (§. ror.) istHiebey von vorzüglich gutem Gebrauche.

§. 212 .

Dieses Instrumentals Thermometer betrachtet, hat den Vortheil, daßes nebst der besondern Schwere der flüßigen Materien auch ihre Wärme angiebt,und zwar ohne allen Zeitverlust. Bey andern Thermometern muß man erst war-ten , bis sie den Grad der Wärme angenommen Haben, und so lange muß man dieMaterien bey dem Grade der Warme erhallen, weil sonst das Thermometer den-selben nicht erreichet, indem die Materie früher erkältet. Bey den Versuchenmüssen die sich leicht anhängende Luftblasen weggeschafft werden.

§. 2lZ.

Wenn Metalle und Steine sich mehr als sie es thun, durch die Wärmeausdehneten, so würde man durch ihr Abwägen in Wasser bestimmen können,wie viel sie sich mehr oder weniger als das Wasser bey einerley Graden von Wär-me ausdehnen. Und dann dürfte man nur die Ausdehnung des Wassers bestim-men , um auch die von den Metallen zu finden. Die Ausdehnung von diesen istaber so geringe. Las dieses Mittel nicht wohl gebraucht werden kann.