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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
116
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- n6 ' Hydrostatische Thermometer.

§. 2OZ.

Ich hatte mir ein solches 1756 angeschaffet. Da ich nun wissen wollte,was es eigentlich für eine Sprache führe, so stellte ich folgende Untersuchung an:Azur. 4. Die 4te Figur stellt dasselbe in feiner wahren Größe vor. Die untere Kugel List nicht ganz bis zur Hälre mit bleyernen Schroten ungefüllt. Au der Röhre sindvon k bis D 25 Körner von braunrothem Glase angeschmolzen, doch st), daß von6 zu 6 eines von milchweißem Glase ist, damit man leichter zahlen könne. Eheman das Instrument in Master oder eine andere stüßige Materie senkt, wird esaufgerichtet gehalten und gerüttelt, damit die Schrote ganz unten in zu liegenkommen.

§. 206.

Ich fand nun, daß das Instrument sich in Brunnenwasser, welches 14^'ammutsche Grade Wärme hatte, sich bis an den 4^ Theil in k einsenkte. Hieraufsteckte ich oben in den Ring bey ^ ein Gewichtgrn von 10 Gran, um das Jnsirn-ment schwerer zu machen. Damit senkte es sich in eben dem Wasser nur «8 Theiletiefer bis in O. Daraus folgt nun, daß der Raum der Röhre von k bis soviel als io Gran von dem Wasser austrügt. Da nun das Instrument für sich19z Gran wieget, so konnte ich mittelst der Regeldetri

l0 Gran: 18 Theile — «95 Gran: 347,4 TheileLen Schluß machen, daß, wenn das Instrument bis in I' in Wasser steht, es lndemselben eben so viel Raum ermnmmt, als wenn es eine Röhre von 547,4 Thei-len länge wäre. Diesen« zufolge konnte ich den ersten Punkt L als den z4zsten,-Le» Dunct k als den z^-ästeu, den Punkt O als den g6 z^sten, ui,d den Punkt I)als den z6/sten Theil ansehen. Und so berechnet geben diese Theile das Verhält.'uiß des Raumes an, den das Instrument in jeder fiüßigen Materie einnimmt.

§. 207.

Um diesen Raum in bekannten Maaßen zu finden, rechnete ich, daß einrheinländischer Cubic- Fuß Wasser 506800 Gran wiegt. Da nun das Gewichtdes Instruments 19z Gran beträgt, so findet sichs, daß 19z Gran Wasser denTheil eines rheinländischen Cubicfußes ansfüllen, und folglich so groß alsnZ7 Cubiclinien sind. So viel enthalten dis Kugel bis an die Röhre in I', daswill sagen bis an den Z47Z Theil. (§. 206.) Hieraus ergiebt sich dann ohneMühe, daß der Raun« der Röhre von L bis O, 78^ Cubiclinien austragt, undfolglich für jeden Theil 3,27 Cubiclinien zu rechnen sind.

§. 2-08-

Ich fetzte mm das Instrument nebst einem Thermometer in Wasser, wel-ches auf dem Ofen stund. Als es 48 Recwmm'fche Grade von Wärme hatte.