Hydrostatische Thermometer. 115
§. 2.02«
-Homberg führt in den 6e 1 '^.caö. 6e ?ari 5 1699. einige ähnlicheVersuche an. Nach denselben wog ein gleiches Maaß von
Quecksilber im Sommer 5287Weinsteinöl - o 5 c>Vitriolöl - 718
im Winter 5z 1269 r
72z
1,0247
',04;;
1,0070
Diese Versuche stimmen mit denen von Elscnstbmied wenig überein. Ob Druck.'fehler die Zahlen unrichtig machen, oder ob Homberg die Maaße nicht genaugenommen, das niag oahin gestellt bleiben.
§. 20 z.
Die Schwere der stößigen Körper wird ferner gefunden, wenn man durchVersuche bestimmt, wie viel ein schwererer Körper in denselben von seinem Ge-wichte verliert. Man kann hiezu eine gläserne Kugel gebraucheu, in welche manso viel Quecksilber, Bley, Sand-c. gethan hat, daß sie in den stößigen Mate-rien untersinke, dabey aberden größten Theil ihres Gewichtes verliere. Man würdesie ohne alle Nothwendigkeil schwerer machen, weil man dadurch nur verursachenwürde, daß die Waage einen unmerklichern Ausschlag giebt. An der Kugel wirdeine kurze Röhre gelassen, die man, wenn die Kugel schwer genug ist, zuschmelzt.Sie muß an eineni feinen metallenen Drat an die Waage gehänget und in diestößigen Materien herunter gelassen werden, in welchen man sie wägen will. Auchmuß man sehen, daß nicht etwa Luftblasen daran hängen bleiben.
§- 204.
Da das Abwägen hiebey etwas beschwerlich fällt, so ist man auch längstschon darauf verfallen, dasselbe entbehrlich zu machen. Man fand, d ß Kör-per, die leichter sind als die flüßigen Materien, sich in denselben nicht ganz einsen-ken. Die Tiefe des Einsenkens konnte demnach ein Mittel abgeben, die Schwereder Materien zu bestimmen. Man mußte nur darauf bedacht seyn, daß inan da-durch sehr geringe Unterschiede und dennoch genau bemerken konnte. Dieses er-hielt man dadurch, daß man den hervorstehenden Theil sehr dünne machte. Siewerden von denen, welche sich mit Glasschleifen, Barometer und Thermometermachen rc. beschäftigen, ebenfalls von Glas gemacht und unter dem Namen vonWemproben oder Bierproben verkauft.