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Newtons Thermometer von Leinöl.
Grad anzugeben, welchen das Thermometer anzeigt, wenn man es in der Handoder an den Leib hält. Er wollte auch wissen, wie es sich verhalte, wenn dieHand in warmes Wasser gehalten wird. Hier fand er größere Grade. Amon?tons hingegen machte den Versuch nicht mit heißem oder warmen, sondern mirlauem Wasser, welches ihm nemlich weder warm noch kalt vorkam. Und dasein Thermometer nicht weiter als bis zum Grade des siedenden Wassers reichte,ungeachtet es ganz wohl weiter hätte reichen können, so dachte Amontons ansandere Versuche, um auch die größer» Grade von Hitze, die Newton angegebenhatte, prüfen zu können. Hierinn aber blieb Amontons sehr hinter Newtonzurück. Er tadelte Newtonen, wo er ihm hätte folgen können.
Dritter Abschnitt.
Fahrenheits Thermometer.
§. HO.
Fahrenheit trat ungefähr zu gleicher Zeit mit Amontons und Newton auf,o wiewohl sein Name erst nach 171z bekannter wurde. Dieser Umstand, undbesonders auch, daß er feine Kunstgriffe Anfangs nicht bekannt machen wollte,breitet über den Anfang der Geschichte seiner Thermometer einige Dunkelheit aus.Wolf erzählt in den Lruciir. 1714. kaum etwas mehr, als daß die zweyThermometer, so er von Fahrenheit erhalten, gut mit einander übereinstimmten.Dieses war damals desto unerhörter, weil sie an einem Brettchen neben einandergeheftet waren, und eine gemeinsame Stuffenleiter hatten. Und dieses war zwar an sichnicht nölhig, weil größere Ausdehnungen durch größere Grade angezeigt werdenkönnen. Es trug aber, zumal Key schnellen Veränderungen der Wärme, zurGleichheit des Ganges beyder Thermometer mit bey, zeigte mehrere Kunst an,und diente zugleich sie verborgener zu hakten. Wolf erriech auch das Kunststücknicht, weil er es in den Salzen suchte, womit der Gang des sich stärker ausdeh-nenden Weingeistes, seiner Meynung nach, mußte geschwächt werden. Wolfbeschreibt übrigens die beyden Thermometer und ihre gemeinsame Stuffenleitersehr genau. Indessen war diese Stuffenleiter weder die erste noch die letzte, dieFahrenheit gebraucht hatte, wiewohl er übrigens die zum Grunde gelegte Grade-ey diesen Veränderungen beybehielt. ,
§. m.
Diese Grade sind der von Schnee oder gestoßenem Eise, welches mirSalarmoniar vermischt worden. r°. Der von der Wärme des menschlichen Lei-