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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
38
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Z8 Düs DreLbelsche Thermometer, nebst desserr Abällderungen.

chen Raum die Lust in der Kugel einnimmt. Da diese Luft vor dem Füllen, so-wohl die Kugel, als die Röhre anfüllte, so ergiebt sich hieraus, wie viel sie ver-dichtet worden. Und man kann sodann sehen, ob die Verhältniß mit dem vondem Druck der äußern Luft und in der Quecksilbersäule L zu dem Druck deräußern Luft allein, gleich ist, wie es eigentlich seyn soll, wenn inzwischen wederdie Schwere noch die Wärme der äußern Lust sich verändert hat.

§. 73 .

Amonwns war der erste, der auf die Sähe (§. 48, 49, 50.) verfiel,und dadurch in Stand gesetzt war, ein solches Thermometer aus eine wissenschaft-liche Art zu verfertigen. Er gab der Röhre von L bis ö eine Länge von ungefähr48 Zollen, und füllte sie dergestalt mit Quecksilber, daß wenn die Kugel ^ insiedend Wasser gesetzt wurde, die Luft darinn einen Druck von 7z Zoll (Quecksilbers(den Druck der äußern Luft mitringerechnet) auShalten konnte. Da alle feineThermometer dieser Bedingung Genügen leisten sollten, so gebrauchte er beymFüllen ein besonderes Verfahren, welches man in den Memoire; der Pariser Aca-demie 1702-, von ihm beschrieben findet. Es ist aber die Bedingung gar nichtnothwendig, weil mau viel leichter die Stuffenleiter nach dem Instrumente alsdieses nach jener einrichtet, und weil, seitdem man die Ausdehnung der Luft inverschiedenen bestimmten Graden der Wärme genauer kennen gelernt hat, die Ver-hältniß der Kugel zur Röhre, nach Verschiedenheit der Absichten voraus durchRechnung bestimmt werden kann. Ich finde auch, daß poleni, Crucquius,und andere, die sich Amonronsche Thermometer verfertigten, sich an diese Be-dingung nicht so genaue kehrten.

§. 74.

Bey diesem Thermometer wird zu der Höhe L L, die von dem Baronie,ter allemal addirt. Damit erhält man das Maaß der Kraft, womit die Luft inzusammengedrückt wird. Die Ausdehnung der Lust wird Lurch das Steigenund Fallen des Quecksilbers in L bestimmt. Man nimmt hiebey eine etwasgroße Kugel, damit, wenn das Quecksilber in L steigt und fällt, die'Höhe derOberfläche in ö sich nur unmerklich ändert. Die Röhre wird ebenfalls hoch ge,nug angenommen, damit die Oberfläche L näher gegen den Mittelpunct komme,und eben dadurch desto breiter werde. Dieses vorausgesetzt, kann die MengeQuecksilbers in dem Theil der Röhre I? b! als beständig angesehen, und die HöheL L von L an, als von einem beständigen Punct gezählt werden. Widrigenfallsist ? L veränderlich, und die in L v anzubringende Stuffenleiter müßte auf- und