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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
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Daö Drebbelfche Thermometer, nebst dessen Abänderungen. 37

steil Arten in der 2ten und zten Figur vorgestellt werden. Die 2te ist von derersten nur darinn verschieden, daß das Gefäßchen 6 an der Röhre selbst ist. Eswird demselben oben in O eine kleine Oefnung gelassen, damit nicht an zwey Orrten, nemlich in ^ und k eingeschloffene Luft sey. Die Berechnung ist von derüber die erste Figur angestellten in nichts verschieden.

§. 7r.

Hingegen äußert sich ein Unterschied bey der zten Figur. Hier ist dieKugel unten, und die Röhre oben in O offen. Die in ^ eingeschlossene Luft hältdemnach nicht nur den Druck der äußern Lust, sondern auch den von der stutzigenMaterie in L L auf. Hier wird, wie vorhin (§. 60.) die Verhältniß des Rau-mes der Röhre zum Raume der Kugel bestimmt. Man kann sodann in v einTrichterchen von Papier befestigen, welches außen um die Röhre herum dicht andieselbe sich anschließet. Auch kann es allenfalls mit Wachse oder Sigellack daranbefestigt werden. Man stellt sodann die Röhre aufrecht, und gießt Quecksilberin das Trichterchen: so wird dieses mehrentheils von selbst oder durch geringes Er-schüttern in die Röhre herunkerlaufen, folglich die Luft zusammendrücken, undselbst die Kugel zum Theile anfüllen, und zwar desto mehr je höher die Röhre ist.Man bestimmt sodann kheils aus dem Verhältniß der Räume, theils aus der Höhe,LI), welches der Grad der Wärme seyn soll, die das Quecksilber bis in l) Hinauf-treiben soll. Ich habe mir 1776, als ich ein solches Instrument machte, dieHitze des siedenden Wassers dazu gewählt. In dieses stellte ich die Kugel, hieltdie Röhre gerade aufgerichtet, und ließ oben so viel Quecksilber auslaufen, als dieHitze des siedenden Wassers allstreiben konnte. Das ausgelaufene Quecksilbersammelte ich mittelst einer leicht zu gedenkenden Vorrichtung. Als nichts mehrauslaufen wollte, hob ich das Glas sachte aus dem Wasser, damit nicht durchSchwankung mehr Quecksilber auslief. Es senkte sich hierauf bald bis an denOrt, wo es mit der erkältenden Luft in der Kugel im Gleichgewicht stund. Ichbemerkte dabey die Barometerhöhe, theils wegen des Druckes der äußern Luft,theils wegen des eigentlichen Grades der Wärme des siedenden Wassers, weil nachden von Fahrcnheit zuerst angestellten Versuchen, dieser Grad sich nach der Höhedes Baromekerrers richtet. Man kann eben so, statt der Hitze des siedenden Was-sers , andere so wohl größere als kleinere Grade der Wärme wählen. Nur mußder Grad nicht so groß scyn, daß daß Quecksilber zu sieden anfange. Auch mußwährendes Versuches der gewählte Grad beständig einerlei) bleiben, damit alleOs.illativnen des Quecksilbers vermieden werden. Nach Vollendung der Arbeit,wird das Instrument gewogen, um zu finden, wie viel nun Quecksilber darinn ist.Wie viel dar 01 in der Röhre b bl ist, kann durch Rechnung gefunden werden.Und da»m ergiebt sich auch, wie viel in der Kugel ist, und hieraus ferner, wel-