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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
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ZO Von der Kraft der Wärme in der Luft.

Vergleichung gierig erst einige Jahre nach Amontons Tode vor, u.id zwar sonachlaßig als es immer seyn konnte. Nemlich Amontons Thermometer führteeine verständliche Sprache. Und das war eben, was Ta dem seinigen nichtgeben wollte, oder schon deswegen für überflnßig hielt, weil er an demselbenglaubte zween feste Puncte, nemlich den von der Temperatur im Aoller derSternwarte, und den von der Aälte der Luft in dem offenen Saale derSternwarte zur Zeit, wenn es auf dem Felde frieret, bemerkt zu haben.Eine Bemerkung, die er alle Jahre aufs Neue der Akademie vorlas, wenn ervon seinen Wetterbeobachtungen Bericht erstatte. Das war nun eben nicht daSMittel, die Wissenschaften mit vereinigten Kräften zu erweitern.

Dritter Abschnitt.

Das Drebbelsche Thermometer, nebst dessen Abänderungen.

§.

<^ch werde nur die gewöhnlichsten Arten des Drebbelfchen Thermometers vor-nehmen. Die einfachste und vermuthlich dir älteste Art ist die, so in deri. i Figur vorgestellt wird. Man gießt in ein Gefäßchen 8 Wasser, Weingeist odereine andere flüßige Materie. Sodann nimmt man eine gläserne Röhre 8 L, woranoben eine Kugel geblasen worden. Man erwärmt die Kugel mir der Hand oderam Feuer oder irgend auf eine beliebige Art, bis ein Theil Ulst durch die Wärme ,herausgetneben worden. Alsdann stellt man behende, die in 8 offene Röhre indie flüßige Materie. Der Erfolg ist, daß, indem die Kugel wieder erkältet, dieLus in derselben sich zusammenzieht. Da nun durch das Erkälten die ausdehnendeKraft geringer wird, so vermag der Druck der äußern Luft, daß die flüßige Ma-terie in die Röhre steigt, bis sie eine Höhe erreichet hat, wo sie sodann stehettbleibt, so lange die Luft in der Kugel gleiche Wärme, die äußere Luft aber gleichenDruck erhält. Die Höhe 8 L wird desto größer seyn, je mehr die Kugel erwärmtworden. Wird sie zu viel erwärmt, so steigt das Wasser oder die flüßige Materiebis in die Kugel hinauf, und dieses muß vermieden werden. Im Gegencheilesteigt sie nicht hoch genug, wenn die Kugel zu wenig ist erwärmt worden. Mansieht auch ohne Mühe, daß es auch viel auf ein behöriges Verhältnis zwischen derLänge und innern Weite der Röhre, wie auch der Grüße der Kugel ankommt.Dieses überließ man der Geschicklichkeit der Künstler durch das ganze vorige Jahr-hundert durch. Einige mögen es, wie bereits oben (§. 26.) erwähnt worden,ziemlich gut getroffen haben. Allein es war nichts methodisches dabey. Die me»-