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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
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Von der Kraft der Warme in der Luft.

Lie Grade der Wärme unter sich zu vergleichen. Eigentlich sollte es die größtemögliche Dichtigkeit seyn, so die Luft erhalten kann, und welche alsdann stattfindet, wenn sie durch die Kälte zusammenfällt oder durch äußere Gewalt zusam-mengepreßt wird, bis ihre Theilchen Licht an einander schließen. Man kann sichhiebey die nunmehro sehr Mode gemachte fixe Luft gedenken. Die Leichtigkeitder Luft macht begreiflich, daß sie bey solcher absoluten Dichtigkeit wenig Raumeinnehmen werde. .

§. 54»

Wenn der Grad der Wärme, wie i, 4, ^bis auf o ab-

nimmt, so muß, um gleiche Dichtigkeit beyzubehalten, das aufliegende Gewichtebenfalls, wie t, 4, ^ bis auf o abnehmen. Läßt man aber das Gewicht,

so nimmt der Raum, wie i, -g-. . . . bis auf o ab. Dieses muß aber

nur in so fern verstanden werden, als es so zu sagen die Einförmigkeit der Regelund die Kürze des Ausdruckes erfordert. Denn ungeachtet der Raum nicht ganz o wird, so kann er dennoch dafür angesehen werden, weil gegen i verglichenvvs schon so klein ist, daß es für so viel als nichts angesehen werden kann (§ 45-)

§. 55.

Nun ist der Grad der Wärme o, eigentlich das, was man eine ab-solute Ralce nennen kann. Folglich ist bey der absoluten Kälte der Raum derLuft c>, ode» so viel als o. Das will also sagen: In der absoluten Kälte fälltdie Luft so dicht zusammen, bis sich ihre Theilchen durchaus berühren, oder bissie, so zu reden, wasserdicht wird. Die Ausdehnung der Luft rührt also ei-gentlich von der warme her.

§. 5 6.

Amontons ist, so viel ich weis, der erste, der dieses eingesehen, undgleich im Anfänge des gegenwärtigen Jahrhunderts der K. Akademie der Wissen-schaften zu Paris vordemonstrirer hat. Eine Erfindung, darauf er sich, meinesErachtens, recht viel zu Gute halten konnte, und die vielleicht deswegen, weilsie zu schön und sehr wahr ist. Ungläubige vor sich fand. Amoncons machteeine an sich sehr brauchbare Anwendung davon auf das von ihm verbesserteund zugleich auch wissenschaftlich berichtigte Drcbbelfche Thermometer.Er konnte aber während seinen Lebzeiten (die nur noch einige Jahre dauerten) vonTu nicht erhallen, daß dieser sein lange gebrauchtes Thermometer mit demAmonconscben vergliche. Zwar wurde ein Amonconfches auf die PariserSternwarte gestellt. Man bängte es aber so gleich in einem andern Saale auf,gerade, als wenn alle Vergleichung sorgfältig vermieden werden sollte. Diese

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