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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
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Von der Kraft der Warme in der Luft.

Ausdehnung oder des vergrößerten Raumes zunimmt. Denn g verhältsich ?, wie der anfängliche Raum R. zu dem durch die Wärme vergrößerten r(§. 48 ) Es ist aber die anfängliche Wärme zu der verstärkten eigentlich nuralsdann in Verhälrniß von p zu?, wenn die Luft bey gleicher Dichtigkeit erhal-ten wird. Und fo wurde man sich sehr irren, wenn man diese Bedingung weg.'lassen wollte. Der Beweis des Satzes gründet sich darauf, daher muß sie auchim Satze selbst verstanden werden.

§- 5l.

Die Absicht dieses Sahes geht nun eigentlich nur dahin, daß man dieVerhältnis der druckende Kräfte y, ?, welche bey veränderter Wärme zur Bey-behaltung der Dichtigkeit nöthig sind, durch die Verhältniß des Raumes bestim-men wollte, durch welchen sich bey einerlcy Gewichte p die Luft wegen der ver-mehrten Wärme ausdehnt. Man har dadurch nicht nöthig die Luft immer wie-derum zufammenzudrücken und das Gewicht unmittelbar zu finden. Der Raumkann leichter gemessen werden, und bann wird k leicht bestimmt, weil manr: K.zr: I* hat.

§. 52.

Dieses war anzumerken, um die Zweydeutigkeit des erst angeführtenSatzes (§. 50.) zu heben, und zwar um so mehr da derselbe dem (§. 47.) er-wähnten doppelten Gleichgewichte zu widersprechen schien, und wirklich wiederspre-chen würde, wenn man den Satz so verstehen wollte, als wenn die Wärme auchin der durch sie verdünneten Luft eine nach Maaße der Ausdehnung vermehrte Kraftbehielte. Daß dieses nicht sey, folgt daraus, daß die Wärme bis ins Unend-liche forkfahren würde die Luft auszudehnen. Ihre ausdehnende Kraft nimmtaber gerade deswegen ab, weil sie sich ausdehnt. Denn jede Kraft, die sich durchmehrern Raum ausbreitet, wird eben dadurch in jedem Theile schwächer. Di«Ausdehnung der Luft geht demnach nur so weit, bis die Wärme schwach genugist, um dem äußern Drucke und der Schnellkraft der Lust das Gleichgewichtzuhalten.

§. 5Z-

Wenn wir demnach die Ansdehnung der Luft bey gleichem Drucke als dasMaas der Wärme oder der Rraft der Wärme m der Luft ansehen, so ver-stehen wir, daß von der Rraft der warme m gleich dichter Luft die Redesey. Hieben muß nun ein gewisser Grad von Dichtigkeit zum Grunde gelegt wer-den, und dieser ist gewissermaaßen willkuhrlich, so lang es nur die Frage ist.