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14 Von der Ausdehnung der Luft durch die Warme.
Wasser von selbst in Zeit von 24 Stunden und ungefähr 40 Minuten zwey Matsteigt und fällt, so daß es statt einer Uhr Stunden und Viertel des Tages richtiganzeigt. Diese Bewegungen erfolgeu auch, wenn inan mit der Hand das Glasberühret. Von allem diesem sagt Drebbel, daß der König von England (JacobII.) und viele lausend Menschen wirkliche Proben gesehen haben.
§ 24.
Ich führe diese Umstände mit Vorbedacht an. Drebbel wird gewöhn-lich als ein Bauer aus Nordholland beschrieben, und Höchstens von ihm ge-sagt, daß er sinnreich gewesen, und die b>krgl öße! uugsglästr und das soge-nannte Drebbelsche Thermometer erfunden. Allenfalls stellt man ihn noch alseinen wunderlichen und geheimnisvollen Menschen vor, der aus seinen Sachen all-zu viel Wesens macht, nichts eröffnet, und sehr verworren urtheilet, wie man esaus seinem Buche von der Natur und Eigenschaft der Elemente, welchesvon Zeit zu Zeit wieder aufgelegt worden, ersehen könne. Ich finde in diesenBeschuldigungen eben nichts besonders. Die Wißbegierde, und zumal die nachverborgenen Dingen, war immer eine große Triebfeder, viele Versuche und mitLiesen auch wahre Entdeckungen zu machen. Man nehme femer die Narurlehre,so wie sie im Anfänge des vorigen Jahrhunderts war. Man verbinde damit diedamaligen chymischen, oder eigentlicher zu reden, alchymistischen Lehrbegriffe, sowird man ohne Mühe begreifen, daß es in Drebbels Kopse nicht sehr Helle ansse-hen konnte. Indessen Hatte er vor manchem damaligen und nachfolgenden Lehrerder Naturkunde den Vorzug, daß er seine Grübeleyen durch wirkliche Versucheauf die Probe setzte. Daß solche Proben auch zuweilen glücklich ausfielen, er-hellet schon daraus, daß die Vergrößerungsgläser und sein Thermometer mitdarunter gehöret haben. Er blieb nicht unbekannt. Botel der damalige Hollän-dische Gesandte am englischen und französischen Hofe, nennte ihn seinen Freund. Bei-den, König Jacob I. in England war er sehr angesehen. Kaiser Ferdinand ll.gab ihn feinem Prinzen zum Lehrer, und als er , 6r.o - on den pfälzischen Kriegs-völkern mit andern Personen des Kaiserlichen Hofstaates gefangen war, wurde erauf Verspräche des Königs von England und der Geueralstaaten frey gemacht undnach London geschickt, wo er 16^4 starb.
§. 25.
Dieses ist es, was ich von Drebbeln habe vorfinden können. Die Er-findung seines Thermometers, oder eigentlicher zu reden, der durch die N?är-me zu bewirkenden sehr starken und kräftigen Ausdehnung der Luft fälltauf den Anfang des vorigen Jahrhunderts Jacob 1 . gelangte i6oz zur Engli-schen Krone. Drebbels Buch kam 1607 Heraus. Binnen diesem Zeiträumewar Drebbel zu London und zu Prag. Sein Elavicymbel ist auch nicht die Er-