Von der Ausdehnung der Luft durch die Warme. i z
man auf andere Mittel bedacht ftyn muß, diesen Zweck zu erhalten. Diese»geht nun an auf so vielerley Arten man in den Wirkungen des Feuers etwas aus?meßbares findet, welches mir der Kraft oder der Menge des Feuers ab.- und zu-nimmt. Es versteht sich, daß man am besten verfährt, wenn es sich zuträgt, Laßbeydes in gleicher Verhältuiß geschieht. Denn in andern Fällen muß die Un-gleichheit erst durch Rechnung und behörige Einrichtung der Stuffenleiter gehoben«erden.
§. 2Z.
Der erste, der aufso was verfiel, ist Cornelius Drebbel von Alkmat«us Nordholland. Er war, so viel man in der alkmarschen Chronik findet,daselbst im Jahr 1572 gebohrsn. Seine in früher Jugend sich äußernden Ver-standesgaben veranlaßten seine Eltern ihm eine nicht gemeine Erziehung geben zukaffen. Sein vornehmster Hang gierig auf mechanische nnd chymische Kenntnisse,und hierin« besonders auf das Erfinden neuer Kunststücke undGeheimniffe. Da-durch kam er mit mehrern Gelehrten in Bekanntschaft. Die Erfindung der im?merwährenden Bewegung gehört mir unter die Absichten, die er fich versetzte.Er suchte sie theils in chymischen Vermischungen, cherls auch in noch bis dahinunbekannten Kräften der Natur. Es mag Lahm gestellt bleiben, ob die längstbekannten Dampfkugeln pilae) oder andere Versuche ihm Anlaß gegebenhaben, zu finden, daß dir Luft durch L>ie Wärme fthr merklich ausgedehnt!wird, und in der Rälte sich wieder zusammen zieht, und besonders, daßschon die Rraft der Sonnenwärme hinreichend ist, die Luft dergestaltauszudehnen, daß dadurch allerley beliebige Bewegungen herfürgebrachtwerden» Ich finde in Harsdörftrs Fortsetzung der Gchwencerschen Erquick-stunden S. Z99'. daß Drebbel im Jahr 1607 zu Alkmar ein Buch von derimmerwährenden Bewegung herausgegeben. Aus demselben führt -Aarsdör-fer Drebbels Bitkfchreiben an Kaiser Rudolph ll. an. Drebbel war zu Pragunverschuldeter Weise in G fangeiifchaft gerarhen, und die kaiserlichen Räche ga-ben ihm, um seine Befreyung zu erhalten, ohne die vom Schloßhauptmann ge-forderten ioO Thaler erlegen zu müssen, den Anschlag, seine Kunststücke dem Kai--ftr vorzrurageu, welches er auch that. Darunter kömmt nun ein Clavicymbel mirzwren Thürflügel» und mehrern Bildern vor. Diese Thürflügel, oder wie er sienennet, Vorhänge und Teppiche sollen sich, so bald die Sonne darauf scheine,von selbst eröffnen und eine liebliche Musik sich hören lassen. Wenn aber dieSonne untergeht oder sich hinter Wolken verbirgt, soll die Musik aufhören unddie Gardinen um Teppiche sich schließen. Nach dem Oefnen kömmt auch Neptunnnd Phoebus mit.hrem Gefolge herfür. Ein Springbrunn läßt das Wasser be-ständig aus zwo Röhren springen, und wenn die Sonne darauf scheint, springtLas W-sser aus ivs Röhren rc. Arrch ist noch ein Mas dabry, worinn da»