z Das Ausmeßbare öey Feuer und Warme.
Der gleich gesetzt werden können. Eigentlich ist die Sache umgekehrt; denn ge-rade aus dieser dem Feuer widerstehenden Kraft schließen wir, daß auch das Feuereine Kraft habe, und zwar so, daß nicht bloß die Kraft zu erwärmen dadurch ver-standen werden müsse, wiewohl das Erwärmen auch mir dabey vorkömmt. Ge-meiniglich ist das, was dem Feuer als Kraft entgegen wirkt, die bereits (§. 7.)erwähnte Harre und Heiligkeit der Körper, und fürnemlich bey solchen Körpern,die beym Erhitzen weich und fiüßig werden, oder in Kalk und Asche zerfallen.Nun läßt sich ein Körper ohne angewandte Kraft nicht in Theile zerfallen. Da.aber das Feuer die Körper theilt, oft auch zersprenget, so wird demselben allerdingsmit Recht die dazu erforderliche Kraft beygelegt.
§. rr.
Das Feuer oder die Wärme als Kraft betrachtet, kann nun auch mit sichselbst im Gleichgewichte seyn, und ist es, so oft ein Körper, indem es sich befin-det , in allen Theilen gleich warm oder Heiß ist. Man nehme nun den bereits(§. 6.) erwähnten Umstand mit, daß die Wärme aus dem Körper weggeht, wenner sich an einem kälcern Orte befindet, so folgt auch, daß das Feuer in einemKörper kein dauerhaftes Gleichgewicht hat, dafern nicht der Körper gerade ebenso warm ist, als der Ork, wo er sich befindet. Durch Len Ort verstehe ich hierjeden beliebigen Ort, es mag in der Luft, im Wasser, in andern Körpern, oderselbst auch im luftleeren Raume seyn. Denn die Versuche mit der Luftpumpe ha-ben längst schon vargethan, daß die Wärme keinen Abscheu vor dem leerenRaume har.
Dieses Gleichgewicht der Wärme in verschiedenen Körpern und außerdenselben hat allem Ansehen nach eben die Beschaffenheit, wie das Gleichgewichtflüßiger Materien von schwererer und leichterer Art. In gebogenen Röhren hälteine Säule von Quecksilber einer 14 mal Höhern Säule von Wasser das Gleich-gewicht , und eS ist dabey gleich viel, ob die Röhre durchaus einerley Weite hatoder nicht. Eben so ist in einem größern Körper «ine größere r Nenge von Wär-me; an sich aber wird dadurch die Wärme nicht stärker. Und so kann auch inKörpern von verschiedener Dichtigkeit bey gleich starker Wärme eine größere oderkleinere Menge von Wärme seyn. Hierüber entscheidet die gemeine Erfahrungnicht viel. Man findet zwar Körper, die bey gleicher Größe, gleiche Gradevon Wärme geschwinder annehmen als andere Ob aber in gleicher Zeit gleicheMenge von Wärme sich hiyeinzieht, das bleibt dahin gestellt und muß durch be,sondere Versuche erörtert werden. Ich führe es hier als eine an sich nicht un-wahrscheinliche Sache an, um die Ähnlichkeit zwischen der pyrostati» und Hy-drostatik mehr anfzudecken. Man sieht ohne Mühe, daß dieses letztere Wort
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