Zweytes Haupkstück.
Das Ausmeßbare bey Feuer und Wärme.
^ §. 9»
^^as bisher Gesagte ist größtenteils aus der gemeinen Erfahrung , und ohneviele Umstände angeführt. Man sieht aber schon daraus, daß wenn alle»genauer bestimmt werden soll, genug dabey anszumejsen und zu berechnen vsr-kömmt. Verschiedenes ist bereits angezeigt. Ich werde nun aber, ohne sogleichmehr anzugeben, wiederum den Sprachgebrauch, und zwar dieses Mal den grie-chischen mir zu Rache ziehen. Die Sprachen sollten eigentlich so eingerichtet seyn,daß die Zusammensetzung ihrer Theile oder Wörter allemal richtig zusammengesetzteBegriffe angebe, so oft jene den Regeln der Sprache gemäß ist, daran fehlt aberviel. Indessen soll es wenigstens daran nicht fehlem, daß sich nach Art der Zu-sammensetzung der Begriffe auch Wörter zusammen sehen kaffen, und dieses gehtnun hier im Griechischen mir einer recht bündigen Kürze au. Ich habe das Wortpyromerrie bereits zur Aufschrift dieses Werkes gewähler. . Nun mögen nochdie Wörter pyrostatir, pyranlic und pyrodynamic erscheinen, und wegengewisser Unterschiede mag die Thermomecrie der pyromekkie entgegen oder zurSeite gesetzt werden.
5. rs^
Diese Namen könnten nun ganz gnt Überschriften von eben so vielenHaupKheilen der pyromerrie abgeben. Und dann ließen sich noch die pyro-bolic nid die pprorechnic in ihrer allgemeinsten Bedeutung milnehmen, undetwann auch noch die Pyropborle, p)>rurche, pyronomir u. beyfügen. Ichgedenke aber der Ordnung des Vortrages, ss daher entstehen würde, nicht zu fol-gen. Sie gehr mehr auf Worte als ans Sachen. Indessen wird es nicht un-dienlich seyn, die Bedeutung und den Umfang dieser Benennungen hier etwasnäher zu betrachten. Oft können auch Werte ausSachen führen, und von Rechts-wegeu sollte es immer seym
F. rk.
Wir haben bereiiö gesehen, daß sich bey Eeuer UnV Wäkme Rr«!fte ge-denken lassen. Bey Kräften kann eiuGleichgewichr Vorkommen; und dieses lei-tet ganz ungezwungen auf etwas statisches. In so ftm läßt sich also eine pzl-rostacic gedenken. Was der Kraft des Feuers oder der Wärme das Gleichge-wicht hält, ist eben deswegen auch eine Kraft, weil nur gleichartige Dinge einari*