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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
XVII
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Ueber Lamberts Verdienste um die theoretische Philosophie, xvir

ktingskunsi eingeschränkt, die nur ein Theil davon ist, bald einen Calcul der inten?fiven Grüßen, bald gar eine allgemeine Sprache darunter verstanden; sie zeigt dieMöglichkeit einer solchen allgemeinen Charakteristik, und enthalt einen Versuch inderselben an einigen leichten Begriffen.

Die Analogie zwischen dem zusammengesetzten Ganzen bey den (Quamtitäten, und zwischen dem Besondern bey den LQualiraten auf der einen Seite,so wie der Theile, woraus das Ganze besteht und der Begriffe des Allgemeinen,welche in dem Begriffe des Besondern als Merkmale zusammen kommen, läßt sichnicht verkennen. Und wenn man diese Analogie annimml, so läßt sich kanm zwei»feln, daß man eben so, wie man zusammengesetztere Größen durch derivative Zei-chen ausdruckt, die nach gewissen Regeln aus primitiven zusammengesetzt sind,eben so auch besondere Begriffe durch derivative Zeichen ausdrücken könne, dieebenfalls nach gewissen Regeln ans den primitiven Zeichen der allgemeineren Be-griffe zusammengesetzt sind- Nur müßte man erst die Begriffe in ihre erstenMerkmale aufgelöftt und für die allgemeinsten schickliche primitive Zeichen erfun-den haben. Das ist eS, was bey dieser wichtigen Erfindung die erste und größteSchwierigkeit macht, von Lessen Noihwendigkeit Lerbnitz wohl überzeugt war,was aber, wenn es einmal zu Stande gebracht wäre, die Untersuchung »md Er-findung der Wahrheit so sehr erleichtern würde. Der Verstand würde, vermit-telst der Zeichen, die abstraktesten Begriffe rein und genau fassen und in ihrer Ver-bindung, vermittelst untrüglicher Regeln, sicher zu Werke gehen können.

Ein zweytes Verdienst, wodurch Lambert sich unter den ersten logische»Schriftstellern einen Platz verschaft hat, ist die richtigere und genauere Bestim-mung der logischen Schlußstguren. Bisher hatte man nur sehr schwankende Be-griffe von dem Nutzen dieses Theils der Syllogistik gehabt- Der Mißbrauch,den man zu den Zeiten der Schulphilosophie mit den syllogistischen Figuren getrie-ben , indem man durch die Schlußreden in der zweyten, dritten und vierten Figur,nur schien seine Gegner verwirren zu wollen, die Möglichkeit sie alle auf das Dt-Sllm der ersten zu reduciren, hatte sie auch gründlichen Philosophen verächtlich ge-macht, wenigstens waren die billigsten unter ihnen geneigt, doch immer der Ersteneinen größern Grad der Evidenz beyzulegen.

Lambert zeigte, daß eine.jede ihr besonders viSum habe, daß es Säßegebe, zu deren Beweise man durch die eine Figur näher gelangt, als durch dieübrigen, daß, wenn man sie auch alle ans die Erste zurückbringen könne, diesesdoch nicht anders, als durch einen Umweg angehe, der immer ein Umweg ist,die Erkenntniß der Wahrheit erschwert und von den Erfindern wohl nie betrete»ist, auch nicht füglich betreten werden kann.

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