vollkommene Athemliolon weniger zur Wärmebil-dung beiträgt, als die obengenannten Ursachen; beiuns hingegen und allen warmblütigen Thieren, undauch bei den Insekten, sind jene gegen das Athem-holen sehr unbeträchtlich, wie schon §. 190 ge-zeigt ist.
Anm. 1. Man hat zum Theil gegen" die Entstehung derWärme in den Lungen eingewandt, dafs diese, wenn in ihnen soviel Wärme sich entwickelte, wärmer geyn müfsten, als der übrigeKörper, allein dabei nicht daran gedacht', dafs diese Warmesogleich gebunden oder latent wird, wodurch schon der be-rühmte Franklin (Rigby p. 10.) so wie hernach genauer deLuc und Black (Adair Crawford über die Wärme derThiere S. 55.) ähnliche Phänomene erklärten. Es ist ein steterWechsel im Entwickeln und Binden der Wärme im thierischenKörper, unaufhörlicher Verlust und neue Wärme-Bildung. Solange ein Gleichgewicht darin bleibt, empfinden wir keinenTheil wärmer, oder höchstens fühlt sich der blutreichere Theiletwas wärmer an. Sehr leicht kann aber ein Mifsverhältnifsentstehen, so fühlt sich der entzündete Theil heifs, in den Hand-flächen der Schwindsüchtigen ist oft eine brennende Hitze, undim Gegentbeil kann uns etwas kalt scheinen, oder ist wirklichkalt, wie z. B. ein Theil, dessen Arterie unterbunden ist.
Man hat auch zuweilen den Einwurf gemacht, dafs solcheProcefse, als das Verbrennen der Kohle, oder Bilden der Koh-lensäure, etwas zu Gewaltsames sey, als dafs es in einem le-benden Körper Vorkommen könne. Das Leben modificirt aberalle solche Vorgänge', wie wir auch bei der Electricität sehen,die im thierischen Körper oft die gröfsten Wirkungen hervor-bringt, und dabei noch dazu dem Willen unterworfen seynkann. Wir begreifen nicht die Isolationen der Electricität inunserm Körper, allein das Factum ist da, und wie dort dieWärme gleich gebunden wird, und die Lungen sich nicht wär-mer fühlen, so ist hier gleich Herstellung des Gleichgewichts,'' dafs