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Vierter Abschnitt.
Von der Leber.
§. 394 .
Die Leber (Hepar, Jecur) ist bei allen Wir-belthieren, und bei allen Mollusken, so wie beimanchen Crustaceen und bei den Arachniden deut-lich als solche zu erkennen: bei dem gröfsten
Theile der Crustaceen beginnt ihre Gestalt sich zuverändern, und bei den Insecten weicht sie nochmehr und so sehr ab, dafs einige Schriftsteller dieGallengefäfse der Insecten gar nicht als Analogonder Leber gelten lassen wollen. Mir scheint dage-gen der Uebergang jener Gefäfse zur Leber derCrustaceen erwiesen, und selbst bei manchen Wür-mern etwas der Leber Aehnliches vorzukommen.
So beträchtlich die Masse der Leber bei demMenschen und den Säugethieren gefunden wird, soist sie dennoch bei den Vögeln, Amphibien undFischen im Verhältnifs zu ihrem Körper grüfser undam allergröfsesten bei den Mollusken, doch ohne dafswir die Nothwendigkeit davon einsehen.
Bei dem Menschen und den Säugethieren istdie Leber im Foetuszustande gröfser, weil sie dann,durch die hinzukommende Nabelveno mehr Blutaufnimmt. Zuweilen bleibt sie jedoch sehr grofs^und ich habe sie mehrere Male sich bis zur MilzerstrecKen, auch wohl mit dieser verwachsen gefun-den, ohne sonst etwas krankhaftes daran zu bemerken.