auch zugeben, denn nach Humboldts Versuchen lebten undschwammen noch einige Fische nach zerstochener Schwimm-blase, allein dennoch möchte ich mit Cuvier (das. pag. 165
_ 183-) glauben, dals die alte Meinung nicht verwerflich sey,
von der die Blase gewöhnlich den Namen tragt, denn wo dieSchwimmblase fehlt, da haben die Fische entweder kräftige Muskelnund leichte Bewegung grofser Flossen, oder sie leben an seichtenUfern, im Schlamm u. 8. w. Keinem aber möchte ich zugeben,dafs die Blase gar nichts mit der Respiration zu thun habe,denn der so verschiedene Gehalt der Luft in derselben deutetzu sehr darauf hin. Bei den Fischen nämlich, die in grofserTiefe des Meers leben, ist nach ,B i o t ’ s und Anderer Unter-suchungen die Menge des Sauerstoffs in der Blase bedeutendgrofser, während das Wasser in jener Tiefe daran viel ärmerist: die Fische bedürfen aber nach Humboldt’s und Pro-vencal's trefflichen Versuchen über das Athmen der Fische(Recueil d’Obss. de Zool. et d’Anat. comp. T. 2. p. 194— 216),sehr viel jenes Stoffs. Diefs, dünkt mich, ist ein sehr wichtigerUmstand, der nicht dadurch entkräftet wird, dafs es uns unbe-greiflich ist, wie die Luft in der Blase abgesondert wird, wosie durch keinen Gang von aufsen eindringen kann, und wiesie erneut wird. Ueber einiges dahin Gehörige wird im nächstenAbschnitt die Rede seyn. — Der merkwürdigen Verbindungendlich, welche die Schwimmblase mit dem Gehörwerkzeugmehrerer Fische eingeht, ist §, 299. gedacht worden.
Gotthelf Fischer Versuch über die Schwimmblase derFische. Lpz. 1795. 8- G. R. Treviranus Ueber die Verrich-tung der Schwimmblase bei den Fischen. In dessen Vermisch-ten Schriften 2. B. S. 156 — 172. Aemil Huschke Quaedamde olganorum respiratoriorum in animalium Serie metamor-pliosi et de vesica natatoria piscium. Jen. 1818. 8-
Anm. 6- Rei den wirbellosen Thieren (mit Ausschlufs dereigentlichen Insekten), wo wir Respirationsorgane kennen, stel-len sie sich bald als offene Kiemen dar, wie z. B. bei den Cru-staceen, bei den Cephalopoden, vielen Gasteropoden, Acephalen