Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
361
Einzelbild herunterladen
 

361

1811* 8- S. 1 62.) erhalten; kürzlich haben wir von ihmeinen interessanten Nachtrag bekommen, in Meckels Archivfür 1826- S. 618 625- WO er nämlich bemerkt, dafs alleKnochen der Extremitäten bei der Gattung Buceros Luft führen!

Anm. 4- Die Lungen der Amphibien sind mebrentbeils' von grofsem Umfang, allein von einer geringeren Dichtigkeitals bei den Vögeln, selbst wenn sie am zusammengesetztestensind, wie bei den Schildkröten und Krokodilen. Der Bronchusöffnet sich in die Lunge, verzweigt sich aber nicht in derselben.Bei einigen Eidechsen, z. B. dem Chamäleon, legt sich die Lungemit fingerförmigen Fortsätzen zwischen die Rippen, allein sieist ringsum geschlossen, wie bei den Säugthieren. Bei denSchildkröten bildet sie eine grofse Menge kleinerer und größe-rer Zellen, die aber alle in einander gehen, und man (begreiftdaher nicht, wie Magendie (Physiologie T. 2- p. 309.) die-sen Bau der Schildkrötenlungen hervorheben konnte, um dar-nach das Respirationsorgan des Menschen zu schildern, dasnicht die geringste Aehnlichkeit damit hat. Bei den andernAmphibien werden die Zellen immer sparsamer, so dafs sie beiden Fröschen nur Netze an der innern Wand der sackförmigenLungen bilden, und bei dem Proteus zeigen sich die letzten alsdünnhäutige Schläuche. Bei den Schlangen kommt gewöhnlich nureine, sehr lange Lunge vor, doch haben manche, als z. B. vieleArten der Gattung Anguis, und die Riesenschlange zwei Lungen.Das Zwerchfell fehlt allen Amphibien, allein bei den Schild-kröten und bei Rana Pipa legt sich an jede Lunge ein breiterdünner Muskel, vermöge dessen sie wohl erweitert werden kann.

Die sämmtlichen Frosche (Hyla, Rana, Bufo) und Salaman-der sind, wenn sie aus dem Ey schlüpfen, mit Kiemen verse-hen, 1 und behalten dieselben kürzere oder längere Zeit; derProteus, der Axolotl und die Sirene behalten sie hingegen ihrganzes Leben hindurch, und haben also eine doppelte Respira-tion. Doch habe ich bei dem Proteus gesehen, dafs die mit-telst der Kiemen nur unbedeutend ist, so dafs er bald stirbt,wenn man ihn der Lungenrespiration beraubt, z. B, in einer

i