Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
356
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einen Theil einer frischen Kalbslunge durch den da-hingehenden Bronchialast Quecksilber fliefsen läfstjso sieht man bald, wie unendlich häufig die kleinenblinden Endchen desselben sind, und vorzüglich,wenn man es zuerst einströmen läfst, wie sich dieeinzelnen Endchen füllen und sich nach aufsen er-heben, bis endlich alles so dicht gefüllt ist-, dafsman nichts als eine wie gekörnte, oder chagrinar-tige Quecksilberlläche sieht; so wie man auch schonaus dem Gewicht bemerkt, wie viel dieses Metallsin eine kleine Stelle geht. Man hat daher mitRecht gesagt, dafs die innere Oberfläche aller ßron-chialverzweigungen, in einer Ausbreitung gedacht, ei-nen gröfseren Raum einnehmen würde, als die ganzeOberfläche unsers Körpers.

Denkt man sich nun die Lungengefäfse (arteriaet venae pulmonales), wie sie in den allerfeinsten unddichtesten, bei einer glücklichen Ausspritzung nurj,

durch das Microscop zu würdigenden Verzweigun- Co

gen, die ganzen Wände aller Bronchialendchen oder hu

der ehmals sogenannten Lungenzellen überziehen, so ^

wird man leicht finden, dafs kein einziges anderesOrgan in Verhältnis zu seiner Substanz so vieleBlutgefäfse besitzt. Es nimmt ja auch die Lungen- ^

arterie das Blut aus beiden Hohlvenen auf, und die

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Aorta giebt keine grölsere Blutwelle weg, als sie ^

von den Lungenvenen erhielt, und die Lungenalte- ud

rie giebt an Umfang der Aorta wenig oder gar nicht »i

nach: dazu kommt nun aber noch in den Lungen ^

das Blut aus den Bronchialgefäfsen. ^

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