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Anm. 1« Wenn ich von dem Mangel einer Epiglottis beiVögeln und Amphibien spreche, «o thue ich es im gewöhnlichenSinn, wo wir einen mit andern Knorpfln des Kehlkopfs vertun*denen Knorpel so nennen; denn sonst hat freilich schon Alex-Humboldt eine als Epiglottis dienende Hautfalte hinterder Zunge des Krokodils beschrieben und abgebildet, Recueild'Obss. de Zool. T. 1. pf 10. Tab. 4- n, X. p. 255- Kürzlichhat auch'Nitzsch (in Meckel's Archiv für Anatomie undPhysiologie. Jabrg. 1826- p. 613 — 617* Tab. VII.) eine, wiees scheint, häutige Epigloitis bei Fulica atra beschrieben undabgebildet und in einem ähnlichen Tbeil bei Scolopax Galli-nula vermuthet er sogar einen Knorpel.
Anm. 2. Sehr hübsch sind die Untersuchungen, welcheRicherand (Recherches sur la grandeur delaglotte, in Mem.de la soc. d’Emulation T. II. p. 326 — 331 ) angestellt hat, umdie Veränderungen des Kehlkopfs und der Glottis ins Licht zustellen. Bei den Kindern bleiben beide sehr klein, und er wiilsogar zwischen einem Kinde von drei und einem von zwölfJahren wenig Unterschied finden; um die Zeit der Pubertätnehmen sie ^plötzlich zu, vorzüglich bei dem männlichen Ge-schlecht, im Verhältnis von fünf zu zehn; bei weiblichen nuivon fünf zu sieben. Aus der Lage des Kehlkopfs und der Glot-tis schliefst R. mit Recht auf die grofse Gefahr des Erstickensbei Kindern, die am Croup leiden. Dupuytren (Bullet.Philom. T. III. n. 79. pag. 143.) fand bei einem Mann, der inder frühesten Jugend castrirt war, den Kehlkopf um ein Drit-tel kleiner, als bei andern Männern von derselben Gröfse undvon demselben Alter und die Glottis sehr eng, so dafs sie ei-nem weiblichen Stimmorgan, oder dem eines Knaben vor derPubertät anzugehören schienen.
Schl em m hat kürzlich für das Museum eine Reih« Prä-parate angefertigt, die im Allgemeinen Richerand’s Resultatebestätigen, jedoch im Einzelnen abweichen. So fand Schlemmdie Stimmritze eines zwölfjährigen Kindes anderthalb biszwei Linien länger, als bei einem dreijährigen, und bei einem