einem kleinen Garten im Freien hielt. Vergl. meine Anat.pbysiol. Abhandlungen S- 113 — 122.
Anm. 2. Karl Bell (An Exposition of tha natural Systemof the Nerves. Lond. 1824- 8h hat die Bewegungen des Ge-sichts bei Leidenschaften mit denen des Atlimens mit Recht zii-sammengestellt, wenn auch Einiges von ihm zu stark ausge-drückt seyn sollte. Wer nicht hierauf Rücksicht nimmt, wirdvon dem Athmen überhaupt, besonders von dem ersten, dannaber auch besonders von den Modificationen des Athmens, durchLeidenschaften keine vollständige Begriffe haben können.
Anm. 3. Es ist eine blofse Paradoxie, wenn Magendiegegen Haller und alle andere Anatomen und Physiologen dieBewegung der ersten Rippe gröfser, als die der folgenden an-nimmt, und wenn er nur die Bänder und Muskeln der erstenRippe vorurtheilsfrei untersuchen will, so mufs er gleich vonseiner falschen Ansicht zurückkommen, die nur am Schreibe-tisch, oder bei flüchtiger Betrachtung eine3 künstlichen Skelettsentstanden seyn kann. Woher käme es auch sonst, dafs dieerste Rippe so sehr oft mit dem Brustbein verwächst, als weilsie fast unbeweglich an ihm liegt; während Brustbein undSchlüsselbeine fast nie ankylosiren, da zwischen ihnen die Be-wegung gröfser ist.
Anm. 4. Die Bewegungen der Brust sind bei den Säug-thieren wohl von ganz ähnlicher Beschaffenheit, wie bei uns, undwir sehen auch die sehr verstärkten Bewegungen bei ihnen, das so-genannte Flankenschlagen, namentlich bei Pferden. Ueberall kom-men das Zwerchfell und die Bauchmuskeln in gleiche Betrach-tung. Bei nicht wenigen aber verknöchern die Rippenknorpelsehr früh, wodurch sie sich an die Vögel anschliefsen, bei de-nen dieses, so viel ich weifs, ohne Ausnahme ist. Auf unsermMuseum sind die Skelette des Schnabelthiers, des dreizehigenFaulthiers, der Ameisenfresser, Myrmecophaga jubata, tetradactylaund didactyla, der Gürteltbiere (Dasypus sexcinctus und novem-cinctus), von zwei Vampyren, von ein Paar Beutelthieren, einesälteren Dipus Sagitta, denn bei den andern Skeletten von Dipus