Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
338
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wobei es zur grofsen Erleichterung dient, dafs diezweite Rippe schon freier als die erste ist, und soalle folgenden, dafs sie immer leichter gehoben wer-den können. Wenn aber die gewöhnliche Erwei-terung der Brust durch die Zwischenrippenmuskelnnicht hinreicht, so können die grofsen und kleinenBrustmuskeln, die grofsen vordern ( und die obernhintern Sägemuskeln, und mittelbar selbst mehrereMuskeln der Wirbelsäule und der Schulterblätter zurErweiterung der Brust beitragen.

Der Thätigkeit der Intercostalmuskeln stehtihre Erschlaffung, den übrigen zuletzt genanntenMuskeln hingegen stehen die breiten Rückenmus-keln, die untern hintern Sägemuskeln und mehrereMuskeln der Wirbelsäule entgegen.

Mit jenen zur Erweiterung der-Brust dienendenMuskeln wirkt nun das Zwerchfell auf das kräftig-ste zusammen, indem es sich von allen Seiten gegendie Mitte zusammenzieht, dadurch hinabsteigt undflach wird und die Baucheingeweide nach unten undvorne drängt. Ihm entgegengesetzt sind die Bauch-muskeln, welche die Rippen hinab und sich nachinnen ziehen, so dals die BauchhÖle verengt wird,und deren Eingeweide gegen das erschlaffte Zwerch-fell hinaufgedrückt werden.

Bei dem Kinde und bei dem Weibe ist die Be-weglichkeit der Rippen u. s. w. sehr grofs, und mansieht selbst, wenn sie sich ganz ruhig verhalten,oder schlafen, wie sich immerfort ihre Brust hebtund senkt. Bei dem Manne, dessen Brust geräumiger