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Stunde fliefst, allein das ist gleichgültig; zweitensaber ist, es nichts als eine todte Bewegung desBluts, wie ich mit Purkinje annehme, dessen vieleBeobachtungen mit meinen wenigeren gänzlichübereinstimmen. Wenn man ein Stück Gekröseeines kleinen Thiers auf dem Objectträger ausge-spannt hat, so sieht man das Blut von einem Ge-fäls in das andere fliefsen, und wenn man jenenTheil mit warmem Wasser, oder Speichel benetzt,so dauert das länger. Hört es auf, und man streichtdarauf, oder benetzt es auf das Neue, oder schnei-det man den eintrocknenden Rand davon ab, sofängt die Bewegung wieder an, auch thut siediefs nach einiger Ruhe zuweilen selbst, indem ir-gendwo dem Blut ein Abduls verschafft ist: dennes ist nichts weiter als ein Hinziehen des noch flüs-sigen Bluts nach abhängigen oder entleerten Stel-len. Daher thut das Benetzen mit warmem Wassersoviel, das Abschneiden der trocknen Ränder u. s.w. So senkt sich ja auch das Blut in den mensch-lichen Leichen, und könnte das mit eben dem Fugdem Leben zugeschrieben werden.
Fragt man auch nach den Kräften, die einensolchen unabhängigen peripherischen Kreislauf be-wirken und unterhalten sollen, so wüfste ich nicht,was hier dem Herzen entgegengesetzt werden könnte.Die Enden der Arterien und die Anfänge der Ve-nen, denn das ist ja das ganze sogenannte Capillar-System, sollen wohl schwerlich das leisten, wovonmehr im folgenden Paragraph.