Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
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br and sehe Theorie ist; nicht, als ob er das Mi-croscop nicht gebraucht hätte, nein er hat es ge-braucht, allein auf die verwerflichste Weise, im Son-nenlicht, und oft unter dem zusammengesetzten Mi-croscop ohne hinreichend durchsichtige Theile zuwählen, so dafs es ihm auch nie gelungen ist, mirdas Geringste von dem, was er behauptet, unterdem Microscop zu zeigen. Um jenes Ueberstromendes Bluts recht zu erklären, beruft er sich auf dasAnheilen der Theile, z. B. eines abgehauenen Fin-gers, wo man die Wundflächen nicht früher auf einan-der passen dürfe, als bis die Blutung steht und mit-hin die Gefäfsmündungen geschlossen sind. Schwer-lich wird der Verfasser dabei je eine Wiederverei-nigung erleben; man macht ja die Theile blutrün-stig, schneidet die Ränder der Lippen weg, machtdie blutige Nath u. s. w. Dadurch wird er also seineTheorie so wenig beweisen, als durch irgend einenandern Grund, und er wird nie zu richtigen An-sichten kommen, so lange er sie durch das Son-nenlicht entstellt, dessen Täuschungen zur Genügebekannt sind. Seine Behauptung, dafs sich dasBlut unabhängig vom Herzen stundenlang in denHaargefäfsen bewege, hat ihn späterhin zu der son-derbaren Hypothese geführt, dafs zwischen dem Her-zen und den Haargefäfsen ein Gegensatz statt finde,so dafs er dadurch den ganzen Kreislauf erklärtglaubte. Die Widerlegung halte ich für sehr leicht.Erstlich habe ich nie gesehen, dafs das Blut in denGefäfsen eines abgeschnittenen Theils über eine halbe

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