den Zusammenhang der Arterien und Venen ken-nen lernte, war es sehr verzeihlich, wenn man anein Parenchym dachte, worin die Arterien ihr Blutergöfsen, und woraus es die Venen wieder schöpf-ten, allein seit man die reinen Uebergänge jenerin diese sah, ward es allgemein verworfen. Wil-brand hat es erneut und noch wunderbarer ge-stellt, denn nach ihm vergeht die Arterie überallan ihren Enden, und die Venen erstehen neu. Esist eine Metamorphose, die immerfort geschieht,und die Runge sehr bitter parodirt hat, denn mankann kaum glauben, dafs sein Todesprocefs im Blutmit dem unaufhörlichen Kothen etwas anderes alsSatyre sey. Der ganze Körper müfste.ja ein Blut-schwamm seyn, wo überall Arterien ihr Blut ergos-sen hätten und die Venen im Beginnen wären; wieganz anders zeigt es aber die Untersuchung: allesrein, alle Gefäfse nirgends frei mündend, sondernnur Netze bildend, und diese in jeden Theil vonganz bestimmter Art.
Die Wilb randsehen Ideen sind noch verstärktvon C. Hnr. Schultz vorgetragen, und allmähliganderweitig ausgeschmückt, so dafs der ihm ehemalsgemachte Vorwurf, blos jenen gefolgt zu seyn, zwarnicht mehr ganz ttifft, dafs dagegen zu gestehenist, dafs von Allem, was er hinzugethan hat, durch-aus nichts von Gehalt ist. Er verwirft die Blutkü-gelchen und glaubt eine immerwährende Umgestal-tung des Bluts und Uebergang desselben aus denGefäfsen in alle Tlieile, welches offenbar die Wil-