Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
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§. 426 .

Aus den Arterien tritt das Blut in die Venenunmittelbar über, ohne dafs man berechtigt ist, einSystem von besonderen, zwischen ihnen liegendenGefäfsen, das sogenannte System der Haargefäfse,oder noch weniger eine parenchymatöse Zwischen-masse anzunehmen.

In den Kiemen der Fische, in den Kiemen,der Schwimmhaut der Füfse und dem Gekröse derBatrachier sieht man unter dem Microscop einendeutlichen Uebergang des Bluts aus den Arterienin die Venen; man sieht ihn im Gekröse kleinererSäugthiere, so wie feine Einspritzungen der Augen,der Lungen, der Nieren und anderer Theile beiMenschen und Thieren ihn eben so unwidersprech-lich beweisen, und vortreffliche Abbildungen vonReichel, Doellinger und Andern (Anm. 1.) ihndarstellen. Eben so laut sprechen für ihn die Ver-suche mit Transfusionen und Infusionen, und eswar darüber noch vor Kurzem eine allgemeine Ue-bereinstimmung aller Anatomen und Physiologen,bis Wilbrand, ohne selbst das Microscop zurHand zu nehmen, ohne Einspritzungen, ohne Trans-fusionen, ohne Versuche irgend einer Art zu ma-chen, seine willkiihrlichen Hypothesen über alleErfahrung zu setzen suchte, doch ist es erfreulichzu sehen, dafs nur Solche, die aller Erfahrung, oderaller Fähigkeit zum Untersuchen ermangeln, derenStimme also kein Gewicht hat, ihm gefolgt sind.Ehe man durch Malpighi, Leeuwenhoeck u. s. w.