fühlt, als man die Hand auf ihre Herzgegend legt, sofühlt man ihn auch besonders leicht an den Arterien,die gegen einen nicht sehr tief liegenden Knochenliegen, wo sie also den tastenden Fingern nichtausweichen können, wie an der Arteria radialis desMenschen unten an der Speiche, bei Thieren ander Arteria facialis, wo sie an dem Unterkiefer hin-aufsteigt u. s. w. Man sieht apch das Pulsiren der Ar-terien, wenn man dieselben bei Thieren bloslegt; oderbei Menschen, wo durch eine Varietät Arterien, diesonst tiefer liegen, ganz oberflächlich verlaufen. Aufdiese Weise habe ich bei mir selbst Gelegenheit anbeiden Armen die ulnaris, und am linken Vorderarmmitten über der Handwurzel einen grofsen Zweigder radialis, sehr stark pulsiren zu sehen. Ich findeaber hierbei, was ich bei der entblösten Carotis ei-nes Pferdes und ein Paarmal an der blosgelegtenCruralis des Hundes gesehen habe, dafs der Pulsblos durch ihre Bewegung (Ortsveränderung) ent-steht, wie es auch Weitbrecht, Lamure, Bi-ch at und Andere richtig angegeben haben.
Die Arterien bekommen nämlich durch die miteinem Stofs verbundene Systole des Herzens gleich-falls einen Stofs, indem das Blut in sie. getriebenwird, der sie bei der Starrheit ihrer Wände, so be-wegt, als es ihre Lage erlaubt. Liegen sie blos inweichen Theilen nahe an der Oberfläche des Kör-pers, so bewegen sich die Pulsadern nach aufsen;in andern Theilen mehr seitlich; und liegen sie aneinem Knochen, so mufs ebenfalls die von ihm ent-