Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
294
Einzelbild herunterladen
 

294

niger leiclit aufnehmen werden. Unter den Säugthieren kenneich blos eine fleischige einfache Klappe bei dem Schuabelthier.

Auf eine ähnliche Art mufs eine besondere Ursache seyn,warum die Aorta der Hirschgattung und des Rindes, wo sie ausdem Herzen entspringt, die sogenannten Herzknochen (ossiculacordis) zur Stütze hat. Kielmeyer (Tübing. Blätter I. 3-S. 2570 hat sie dem Damhirsch und dem Reh mit Unrecht ab-gesprochen, denn ich habe sie bei beiden eben so gut, als beidem Hirsch, gefunden, in jungem Thieren aber überall nur knor-pelig, und das ist vielleicht die Ursache, warum sie K. geläug-net hat, weil er sie nämlich vielleicht nur knorpelig sah. DemKameel fehlen sie; auch dem Moschusthier nach Pallas Spici-leg. XIII. p. 42. Sie müssen einen sehr speciellen Grund ha-ben, da sie nur bei so wenigen Wiederkäuern Vorkommen.Zwischen den Arterien, die aus dem Herzen der Schildkröte ent-springen, liegt auch ein Knochenstück, und das eben so regel-mäfsig sich auszubilden scheint, da es Duverney knorpligfand, vergl. den zu früh uns entrissenen Bojanus in der Rus-sischen Sammlung zur Naturwissenschaft und Heilkunst. B. 2-Seite 540-

§. 424 .

Das Herz bewegt sich bei der Systole der Kam-mern mit solcher Kraft nach vorne, dafs es mit sei-ner Spitze an das Brustbein stüfst, und diefs An-schlägen wird der Puls oder Schlag des Herzensgenannt. Indem aber das Herz hierbei das in denKammern enthaltene Blut in die Arterien, die Lun-genarterie und Aorta, treibt, so entsteht der bisin ihre kleinen Zweige wahrnehmbare Puls dersel-ben, welches diesen Gefäfsen den Namen Schlag-oder Pulsadern verschafft hat.

Wie man den Puls des Herzens bei dem Men-schen und bei den Säugthieren gewöhnlich sogleich

k