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2,2 (1828)
Entstehung
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Da dieser das Charakteristische des Koths enthält,so nannte ihn Berzelius Kothstoff. Alkohol und'Naphtha lösen daraus, nach einer scharfen Digestionvon einigen Stunden, einen Stoff, der wohl in bei-den unähnlich ist, allem nichts desto weniger demGallenstoff gleicht. Er wird von Wasser gefällt,schmilzt in der Wärme, giebt einen Fettfleck aufPapier, entzündet sich und brennt mit Flamme, istgrün oder braungelb von Farbe, bitter von Ge-schmack: allein kann nicht mehr durch Alcalien alsGallenstoff wieder hergestellt werden. Berzeliushält ihn daher für einen durch den Aufenthalt imDarm in Harz verwandelten Gallenstoff.

Mit Recht macht dieser treffliche Schriftstellerdarauf aufmerksam, dafs die Verhältnisse der Be-standteile nach vielen Umständen verschieden seynmüssen.

Anm, 1. Es giebt viele Menschen, die den Koth seltenausleeren, allein dabei leicht Gefahren ausgesetzt sind, so dafsder Arzt dabei nie gleichgültig seyn darf. Zuweilen sind frei-lich organische Veränderungen, z. B. Verlängerung und Erwei-terung des Dickdarms daran Schuld, öfterer aber mögen sieeine Folge davon seyn. In den Atti di Siena T. VIII. pag,237 287- ist ein Fall beschrieben und abgebildet, wo die dik-ken Därme zusammen über acht Fufs, und der Mastdarm allein:angefüllt 3 Fufs 10 Zoll; leer 4 Fufs mafs. Der angehäufteKoth wog 26 Pfund. Aufserordentlich grofse Schleimmassen,die einem hysterischen Frauenzimmer abgegangen waren, be-schreibt Casim. Cph. Schmidel Descriptio itineris per Hel-vetiam, Galliam et Germaniae partem. Erlang. 1794. 4. p. 61. -Dadurch ist gewifs Kämpf auf seine Theorie von den Infarctusgekommen, nur dafs er die Massen als im Pfortadersystem aufge-