V
— 231 —
Nach seiner Analyse (Djurkemi 2. S. 97.) ent-hielten hundert Theile Menschenkoths
Wasser.. 73,3
In Wasser auflösliche Stoffe
Gallenstoff.. 0,9
Eiweifs ....... 0,9
Eignes Extract . . . . 2,7
Salze.. 1,2 . . 5,7
Ausgezogene unauflösliche Stoffe ... 7,0
Kothstoff und Darmschleim ..... 14,0
100,0
Berzelius rechnet darauf, dafs die Galle,welche während der Kothbildung in den Darmkommt, in den Dickdarm fliefst und dem Koth bei-gemischt wird. In einem Versuche fand er in dreiUnzen frischen Koths anderthalb Drachmen Galle,oder etwas weniger, in demselben concentrirten Zu-stande, wie in der Gallenblase.
Einen grofsen Theil des extractartigen Stoffsglaubt Berzelius erst während des chemischenVersuchs gebildet, den übrigen aber durch die Fäul-nifs im Dickdarm entstanden.
Der graugrüne, schleimige, auf dem Filtrum zu-rückbleibende Stoff, enthält den Gallenstoff mit demNiederschlage aus dem Chymus, mit einem grofsenTheil Darmschleim vermengt, wodurch er zäher undschleimig wird, so dafs es fast unmöglich'ist, ihn vonden auflöslichen Stoffen ganz zu trenndn. Nach* ' dem Trocknen wird er schwarz, hart und zusam-menhängend und bekommt hin und wieder Risse.