Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
223
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V

lebenden Menschen, wie an lebenden Thieren ent-scheiden, und wir können sie als entschieden ansehen.

Bei dem durch Fasten, durch Krankheit odersonst geschwächten Menschen, bei dem zarten Kindemufs eine concentrirte Nahrung statt finden, umbei wenigem Kostenaufwand der verdauenden Or-gane leicht Ersatz zu geben, und es mufs oft, aberjedesmal nur wenig genossen werden. In demkräftigen Menschen mufs auch die Thätigkeit derVerdauungsorgane in jedem Punkt in Uebung er-halten werden. Die^ Nahrungsmittel dürfen alsonicht blos nährende Stoffe enthalten, sondern auchsolche, die ausgeschieden werden müssen, und vor-züglich müssen die reizenden (piquanten) Dinge Fürgewöhnlich vermieden werden, da hierdurch Gichtund eine Menge anderer Krankheiten erzeugt wer-den. Im allgemeinen ist also eine einfache Nahrungzu empfehlen, wobei sich der Mensch leicht undwohl fühlt, und zu der er greift, so oft ihn das Be-dtirfnifs dazu auftördert.

Anm. Die bürgerliche Lebensart bat die melirsten Men-schen veranlafst, zu bestimmten Zeiten ihre Nahrung zu sich zunehmen, und die Gewohnheit führt den Hunger nur zu diesenZeiten herbei. In den höheren Ständen wird häufig nur eineMahlzeit gehalten, welches dadurch leicht nachtheilig werdenkann, dafs dann mehr gegessen wird, als verdaut werden kann.

Wie viel Nahrung genossen werden soll, mufs Jeder fürsich am besten bestimmen, doch bleibt die alte Regel gültig,dafs man (sey es auch noch so wenig) zu viel gegessen hat, sobald man sich davon belästigt fühlt. Es trägt vorzüglich diegemischte Nahrung dazu bei, das Uebermaafs zu vermeiden.